Fantasy,  Jugendbuch,  Rezension

Fire & Frost – Vom Eis berührt

Cover 

 

 Titel: Fire & Frost – Vom Eis berührt
 Autor/in: Elly Blake
 Übersetzer/in: Yvonne Hergane
 Verlag: Ravensburger
 Seitenzahl: 404
 Preis: 17,00 € (D)
 Cover / Bildrechte: Ravensburger Verlag

 

Inhalt:

Ruby ist eine Fireblood, darf ihre Gabe jedoch nicht ausleben, denn der Frostkönig und seine Frostbloods jagen die Feuerlinge und töten sie. Deshalb versteckt sich das Mädchen gemeinsam mit ihrer Mutter in einer einsamen Hütte.  Als plötzlich jedoch Soldaten in Rubys kleinem Dorf auftauchen, wird Ruby aus ihrem ruhigen Leben gerissen und gefangen genommen.
Ausgerechnet zwei Frostbloods befreien sie aus dem Kerker und nehmen sie in einem Kloster auf. Dort soll sie ihre Gabe trainieren, um sich gemeinsam mit Arcus gegen den Frostkönig zu stellen und das Volk aus dessen grausamer Herrschaft befreien.
Doch Rubys Training mit Arcus lässt ihr inneres Feuer auf ganz neue Weise lodern … .

Meine Meinung:

Allein Cover und Klappentext haben mich richtig neugierig auf dieses Buch gemacht, doch dann durfte ich auch noch bei einer tollen Aktion des Ravensburger Buchverlages mitmachen und wurde immer gespannter auf dieses Buch.
Es ist in zwei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil lernt man Ruby kennen, die gemeinsam mit ihrer Mutter in einer einsamen Hütte nahe einem kleinen Dorf lebt. Sie weiß von ihrer Gabe, kann diese jedoch nicht richtig kontrollieren, da sie nie gelernt hat, mit dieser umzugehen. Als eine der letzten Firebloods fehlt es dabei auch an Möglichkeiten. Trotzdem kann sie ihr Feuer nicht verleugnen. Ruby war mir sofort sympathisch. Sie hat passend zu ihrer Gabe ein sehr hitziges Temperament und echt Kampfgeist. Dieser ist anfangs nur schwach ausgeprägt, wächst aber stetig. Mir gefiel es sehr gut, dass sie anfangs noch Probleme mit ihrem Feuer hat und erst nach und nach durch verschiedene Lektionen lernt, dieses zu beherrschen. Dabei muss sie auch Rückschläge in Kauf nehmen und ist nicht sofort das Naturtalent, das alles perfekt beherrscht. 
Aber noch besser als Ruby gefiel mir Arcus. Ich liebe seine ruppige Art und natürlich ist von Anfang an klar, dass mehr hinter seinem Hass gegen Firebloods steht. Ehrlich gesagt hatte ich schon eine Ahnung, was es mit ihm auf sich hat, aber mir gefällt es sehr gut, dass er erst einmal sehr geheimnisvoll bleibt und man hinter seine Fassade blicken muss, um seine wahren Beweggründe herauszufinden. Ja, er ist genau so ein männlicher Protagonist, wie ich sie gerne habe und in die man sich beim Lesen auch ein kleines bisschen verliebt.
Die Story mit den Firebloods und den Frostbloods ist im Grunde nichts Neues. Zwei Gegner, die sich gegenseitig bekriegen und doch steckt so viel mehr in dieser Geschichte. Das erfährt man jedoch erst nach und nach, was jedoch dem ganzen Buch auch etwas Würze und Spannung gab. Ich genieße es, wenn es eine Hintergrundgeschichte gibt, alte Legenden, die die Herkunft der außergewöhnlichen Gaben erklärt. So bekommt die Story auch etwas mehr Tiefgang und Substanz. 
Doch die Geschichte scheint nicht nur Hintergrund zu haben, sondern sich auch zwischen den Zeilen mit wichtigen Fragen zu beschäftigen. Es geht um gut und böse, Kraft und Schwäche, um Rache und Vergebung und darum, ob es in Ordnung ist, für eine gute Sache etwas Böses zu tun. In diesem Buch ist nichts so einfach, wie es anfangs scheint. Wer hat den Krieg begonnen? Sind die Firebloods oder die Frostbloods die Bösen oder vielleicht keiner von beiden? Wieso bekriegen sich diese beiden Gruppen überhaupt und kann es eine Welt geben, in der Feuer und Eis nebeneinander existieren? Es gibt einiges, über das man während dem Lesen nachdenkt und trotzdem kann man die Geschichte einfach auch genießen.
Während Ruby im ersten Teil lernt ihre Gabe gezielter einzusetzen und dieser Teil eher ruhig ist, nimmt die Geschichte im zweiten Teil etwas an Fahrt auf und wird richtig spannend. Die Ereignisse überschlagen sich, Ruby scheint ständig in Lebensgefahr zu sein und muss sich immer wieder beweisen. Dadurch baut sich die Spannung immer weiter auf, bis sie schließlich in einem tollen Showdown gipfelt, der mich vor lauter mitfiebern echt atemlos gemacht hat. Dieser zweite Teil ist jedenfalls voller Action und Magie und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, wozu auch ein paar spannende Überraschungen beigetragen haben.
Am Ende gab es dann noch einmal einige interessante Entwicklungen und durch ein paar wenige, veränderte Details hätte es gut ein Einzelband werden können. Doch die Autorin Elly Blake schlägt am Ende noch einmal eine neue Richtung ein, die für eine Fortsetzung Platz macht und da ich die Geschichte rund um die Firebloods und die Frostbloods wirklich sehr genossen habe, freue ich mich sehr, dass es noch mehr davon geben wird.  

Fazit:

Sympathische Protagonisten, die sich stetig weiterentwickeln und in denen so viel mehr steckt, als man anfangs denkt, magische Wesen, die eine interessante Hintergrundgeschichte haben und eine spannende Geschichte, die auch einige grundlegende Fragen aufwirft, machen dieses Werk zu einem wahren Pageturner. Ich habe mich regelrecht in der Geschichte verloren und sogar auf Schlaf verzichtet, um zu erfahren, wie es weitergeht, so sehr hat sie mich mitgerissen. Und obwohl ich ein Fan von Einzelbänden bin, freue ich mich hier ganz besonders, dass es noch mehr von den Firebloods und den Frostbloods geben wird. 

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

 

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