Märchenadaption,  Rezension

Der Fluch der sechs Prinzessinnen – Schwanenfeuer

Schon seit meiner Kindheit liebe ich Märchen und ich bin richtig glücklich, dass dieses Genre jetzt auch für Jugendliche und Erwachsene entdeckt wurde. Deshalb stehen Märchenadaptionen bei mir auch ganz weit oben, wenn es um neuen Lesestoff geht. Bei „Schwanenfeuer“ haben mich sowohl Klappentext, als auch das Cover sofort in den Bann gezogen und ich musste es einfach lesen. Inhalt: Seit sie verflucht wurde, lebt Estelle ein einsames Leben. Am Tag verbringt sie ihre Zeit als Schwan meist schlafend am Schwanensee. In der Nacht als Frau verkriecht sie sich in einer Höhle und versucht das Rätsel auf einem Pergament zu…
Mit „Schwanenfeuer – Der Fluch der sechs Prinzessinnen“ ist der Autorin Regina Meißner ein richtig tolles Märchen gelungen.

Zusammenfassung

4,5

Mit „Schwanenfeuer – Der Fluch der sechs Prinzessinnen“ ist der Autorin Regina Meißner ein richtig tolles Märchen gelungen.

Schon seit meiner Kindheit liebe ich Märchen und ich bin richtig glücklich, dass dieses Genre jetzt auch für Jugendliche und Erwachsene entdeckt wurde. Deshalb stehen Märchenadaptionen bei mir auch ganz weit oben, wenn es um neuen Lesestoff geht. Bei „Schwanenfeuer“ haben mich sowohl Klappentext, als auch das Cover sofort in den Bann gezogen und ich musste es einfach lesen.

Inhalt:

Seit sie verflucht wurde, lebt Estelle ein einsames Leben. Am Tag verbringt sie ihre Zeit als Schwan meist schlafend am Schwanensee. In der Nacht als Frau verkriecht sie sich in einer Höhle und versucht das Rätsel auf einem Pergament zu lösen, das den Fluch brechen könnte.
Doch auch nach Monaten ist sie der Lösung kein Stück näher gekommen. Da trifft sie auf den Jäger Ayden, der durch Zufall ihr Geheimnis aufdeckt.
Er ist der einzige Mensch, der fortan von dem Fluch weiß und damit ihre einzige Möglichkeit auf Rettung. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, um Estelle zu erlösen. Doch ihre Reise ist gefährlich und die Schwanenprinzessin ist nicht die Einzige, deren Glück am Ende auf dem Spiel steht … .

 

Meine Meinung:

Etwas überrascht war ich, dass das erste Kapitel aus Aydens Sicht erzählt wird. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass die Geschichte aus Estelles Perspektive und vielleicht in Ich-Form geschrieben ist, doch umso mehr freute ich mich, dass die Kapitel abwechselnd erzählt werden. Dabei hat es mich auch nicht gestört, dass alles in der 3. Person geschrieben wurde, da man trotzdem die Gedanken und Gefühle der Protagonisten hautnah miterlebt.
Überhaupt gelingt es der Autorin Regina Meißner sehr gut, dem Leser die Gefühls- und Gedankenwelt ihrer Charaktere näherzubringen. Ich spürte Estelles Verzweiflung, Aydens positive Einstellung gab mir Mut, die Wut ihrer Schwestern sprang auch auf mich über und die Hoffnungslosigkeit riss mich fast selbst zu Boden. Bis jetzt dachte ich ja immer, dass die Gefühle besser transportiert werden würden, wenn das Buch in der Ich-Perspektive erzählt wird. Doch Regina Meißner konnte mich in „Schwanenfeuer“ wirklich für die Personale Erzählperspektive begeistern.
Ihr Schreibstil passt auch wunderbar zum Genre Märchen, so dass ich ganz in die Welt der Prinzessinnen, Hexen und Flüche eintauchen konnte. Trotz allem ist die Sprache flüssig und nicht ganz so schwer wie die Originalmärchen der Gebrüder Grimm. Es gibt keine altertümlichen Worte oder Begriffe, die man nicht versteht, was ich wiederrum toll fand. Es ist einfach eine moderne Version eines Märchens und lässt sich deswegen locker und leicht lesen.
Auch die typischen Elemente, die zu diesem Genre gehören findet man in „Schwanenfeuer“. Sei es die böse Stiefmutter, die Aufgaben, die es zu lösen gibt, sprechende Frösche oder den mutigen Helden. Ich liebe diese typischen Märchenmerkmale und konnte gar nicht genug davon bekommen. Die Autorin hält hier auch einiges für ihre Leser bereit, wobei ich gestehen muss, dass nicht alles für mich zur eigentlichen Geschichte gepasst hat. Manches Mal hatte ich einfach das Gefühl, der rote Faden wäre verloren gegangen. Trotzdem findet die Autorin immer wieder den Weg zurück und konnte mich wieder richtig mitreißen.
Das Ende hatte ich mir auch etwas anders gewünscht, was aber wohl eher daran liegt, dass es sich hier um den ersten Teil einer Tetralogie handelt und die Geschichte somit noch nicht wirklich abgeschlossen ist. Ich hatte mir natürlich ein richtiges Märchen-Happy-End gewünscht, auf das ich jedoch wahrscheinlich noch etwas warten muss. Oder vielleicht überrascht mich die Autorin am Ende ja nochmal so richtig.

 

Fazit:

Mit „Schwanenfeuer – Der Fluch der sechs Prinzessinnen“ ist der Autorin Regina Meißner ein richtig tolles Märchen gelungen. Sowohl der flüssige Schreibstil, als auch die personale Erzählperspektive konnten mich voll und ganz überzeugen. Auch die typischen Märchenelemente fand ich richtig klasse, hatte manchmal jedoch das Gefühl, dass der rote Faden zwischendrin etwas verloren ging. Das Ende konnte mich leider auch nicht ganz überzeugen, so dass ich insgesamt einen halben Punkt Abzug gebe.
Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

Titel: Schwanenfeuer – Der Fluch der sechs Prinzessinnen

 Autor/in: Regina Meißner

 Verlag und Bildrechte: Sternensand

 Seitenzahl: 354

 Preis Tb: 12,95 € (D)

 Preis eBook: 6,99 € (D)

 

Status: Rezensionsexemplar

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