Dystopie,  Fantasy,  Jugendbuch,  Rezension

Scythe – Die Hüter des Todes

Cover 

 

 Titel: Scythe – Die Hüter des Todes
 Autor/in: Neal Shusterman
 Übersetzer/in: Pauline Kurbasik, Kristian Lutze
 Verlag: Fischer / Sauerländer
 Seitenzahl: 512
 Preis: 19,99 € (D)
 Cover / Bildrechte: Fischer Verlage

Inhalt:

Nie im Leben hätten Citra und Rowan das Leben eines Scythe gewählt. Scythe sind die Hüter des Todes. In einer Welt, in der Krankheit, Armut und Kriege und damit der Tod besiegt wurden, sorgen sie dafür, dass es nicht zu einer Überbevölkerung kommt, indem sie Menschen töten.
 
Von einigen bewundert, von den meisten aber gefürchtet, leben sie unabhängig vom Thunderhead, einer künstlichen Intelligenz, die über die Welt wacht und alles organisiert. 
 
Doch ausgerechnet Citra und Rowan werden von Scythe Faraday auserwählt, eine Ausbildung zum Scythe anzutreten. Anfangs wenig begeistert, bekommen sie schließlich einen tieferen Einblick in die Regierung des Scythetums und können bald schon nicht mehr vor ihrer Verantwortung fliehen … .

Meine Meinung:

Der Klappentext zu diesem Buch klang wirklich zu außergewöhnlich und interessant, so dass ich einfach nicht widerstehen konnte. 
Anfangs hatte ich noch ein paar Startschwierigkeiten. Die Geschichte begann sofort und ich wusste nicht so recht, wie ich mir die Welt der Scythe vorstellen musste. Gerne hätte ich vorab ein paar Informationen zum Worldbuilding gehabt, denn so fiel mir der Einstieg etwas schwer. Wenn man jedoch dranbleibt, bekommt man nach und nach genug Informationen, um sich ein Bild von den Scythe und der Welt, in der sie leben zu bilden. 
Auf jeden Fall hat sich Neal Shusterman hier einiges einfallen lassen. Die Welt ist faszinierend und durch die künstliche Intelligenz gar nicht so abstrakt. Natürlich klingt es zunächst wundervoll, geradezu perfekt: Eine Welt ohne Krankheit, Krieg und Armut. Wer hat sich das nicht schon einmal gewünscht. Doch der Autor zeigt auch ganz klar auf, dass jede Medaille zwei Seiten hat. Bald schon wurde den Menschen nämlich klar, dass es ohne Tod auch nicht funktionieren kann und so ist das Scythetum entstanden und Menschen müssen andere töten, um das Gleichgewicht zu erhalten. Doch diese „Nachlese“ ist konkreten Regeln unterworfen, damit die Macht nicht missbraucht werden kann. Sobald ich mich in dieser Welt zurechtfand, war ich absolut fasziniert und ließ mich voll und ganz mitreißen.
Auch die Charaktere haben mich richtig begeistert. Citra und Rowan sind beide einzigartig und bleiben sofort im Gedächtnis. Sie haben sich in ihrer Welt eine eigene Meinung gebildet und scheuen sich nicht davor, diese auch zu äußern. Ihre moralischen Grundsätze haben nicht nur Scythe Faraday überzeugt, sondern auch mich und trotzdem sind die beiden nicht perfekt. Sie wollen keine Ausbildung als Scythe antreten und trotzdem nehmen sie dieses Schicksal an, versuchen jedoch, sich dabei auch selbst treu zu bleiben. Ich mochte die beiden jedenfalls sofort und konnte deshalb auch besser mit ihnen mitfiebern. 
Doch neben den Protagonisten ist das Buch zusätzlich voller interessanter Nebendarsteller. Unter den Scythe gibt es so viele verschiedene Charaktere und es machte richtig Spaß, sie alle kennenzulernen und mir eine Meinung über sie zu bilden. Ich finde, Geschichten leben ja nicht nur von den Protagonisten, denn wenn sich alles nur um diese beiden dreht, kann es doch schnell langweilig werden.
Dieses Buch ist jedoch alles andere als langweilig. Natürlich ist es anfangs etwas ruhiger, denn man begleitet erst einmal Citra und Rowan bei ihrer Ausbildung. Auch, wenn sie ebenfalls lernen müssen, verschiedene Waffen zu gebrauchen, hält sich die Spannung erst einmal etwas in Grenzen. Doch bald passiert etwas, das mich wirklich überrascht hat und der Geschichte noch einmal eine ganz andere Richtung gibt. Von diesem Zeitpunkt an ziehen sich die Fäden zusammen und die Spannung schraubt sich immer weiter in die Höhe. Meine Nerven waren plötzlich total angespannt und ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, vor allem, da diese eine Wendung nicht die einzige Überraschung bleibt, die Neal Shusterman für seine Leser bereithält.
Das Ende habe ich so auf jeden Fall auch nicht erwartet und obwohl es nicht der fiese Cliffhanger schlechthin ist, bleiben doch so viele Fragen offen und es bleibt so spannend, dass ich am liebsten sofort weiterlesen möchte.

Fazit:

„Scythe – Die Hüter des Todes“ ist mein erstes Buch von Neal Shusterman, hat mich jedoch rundum überzeugt. Die Protagonisten sind einzigartig und bleiben im Gedächtnis, doch auch die Nebencharaktere sind originell und interessant. Anfangs hält sich die Spannung zwar noch in Grenzen, schraubt sich jedoch immer weiter in die Höhe, so dass man das Buch bald schon nicht mehr aus der Hand legen kann. Mit einigen unvorhersehbaren Wendungen und spannenden Überraschungen hat mich der Autor zusätzlich begeistert. Dieser Auftakt ist auf jeden Fall etwas ganz Besonderes und ich freue mich schon sehr auf weiteren Lesestoff rund um die Scythe. Absolut lesenswert.

 

 Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.
 

4 Kommentare

  • Ruby Celtic

    Hey meine Liebe,bei dem Buch bin und war ich mir einfach nicht sicher. Deine Rezension klingt toll und macht neugierig auf die Geschichte, dennoch werde ich wohl erstmal nicht reinlesen. :) Liebe Grüße, toni

  • Binzi

    Hab jetzt schon so viel Gutes über das Buch gehört :) Ich befürchte aber trotzdem, dass es nicht das perfekte Buch für mich ist. Mal sehen, vielleicht probiere ich es doch mal aus.

  • Book Blossom

    Huhu liebe Monika!Das hört sich auf jeden Fall sehr vielversprechend an! Ich fand den Klappentext auch total spannend, deshalb freue ich mich schon sehr aufs Lesen. :) Ein Glück, habe ich das Büchlein schon zu Hause. Es ist ein Februar Neuzugang. ;) Hoffentlich komme ich bald dazu den dicken Schinken zu lesen und bin ebenso begeistert von der Handlung wie du! Ich wünsch dir jetzt schon ganz viel Spaß mit dem Folgeband.Liebste GrüßeNina von BookBlossomPS: Auf meinem Blog läuft gerade eine Verlosung. Vielleicht hast du ja Lust mit zu machen. ;)

  • Agnes

    Ich habe das Buch durch eine Leseprobe entdeckt und bekam es dann von meinen Kindern zu Weihnachten. Mir erging es dann ähnlich wie Dir, ich konnte es nicht aus der Hand legen, weil es mich total gepackt hat!Meine Rezi findest Du auf meinem Blog – wenn Du magst.LG Agnes

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