Fantasy,  Rezension

Die Nacht der tausend Farben – Tödliche Elemente

Cover 

 

 Titel: Die Nacht der tausend Farben – Tödliche Elemente
 Autor/in: Claudia Rehm
 Seitenzahl: 467

 Preis: 12,90 € (D)  

 Cover / Bildrechte: Claudia Rehm

 

Inhalt:

In der Nacht der tausend Farben erfährt jeder junge Formwandler erstmals seine tierische Gestalt. Natürlich hofft auch Emma darauf, sich in ein angesehenes Tier zu verwandeln, immerhin ist ihr Bruder das erste Einhorn seit Jahren. 

Doch all ihre Hoffnungen werden zerstört, als sie sich in dieser besonderen Nacht als Element des Feuers herausstellt. Elemente sind selten, aber auch viel zu mächtig und zerstörerisch, um sie am Leben zu lassen, deshalb trachten ihr die weißen Magier nach dem Leben.
Emma bleibt allein die Flucht ins Reich der schwarzen Magie. Dort fühlt sie sich sofort angenommen, was zum Teil auch an dem gutaussehenden schwarzen Magier Harris liegt, der sie stets begleitet. 
Als sie jedoch auf Caven, das Element der Erde trifft, wird ihre Welt erneut erschüttert, denn auch im Reich der schwarzen Magie hat man ganz eigene Pläne mit den Elementen, die noch viel schlimmer sind, als alles, was Emma bis dahin erlebt hat.

Meine Meinung:

Der Einstieg ins Buch fiel mir total leicht. Gemeinsam mit Emma erlebt man die Nacht der tausend Farben und erfährt dabei gleich einiges über die Welt der Formwandler. Die Autorin Claudia Rehm, beschrieb ihre Welt, als wäre sie selbstverständlich, so dass man sich dort sofort irgendwie heimisch fühlte. Ich war geradezu fasziniert von den tierischen Gestalten und ihren Bedeutungen und wollte mehr über die weiße und die schwarze Magie in Emmas Welt erfahren.
Natürlich weiß man aufgrund des Klappentextes schon, was Emma in der Nacht der tausend Farben erwartet, was jedoch trotzdem nichts von der Spannung nahm, da man keine Ahnung hat, was das Mädchen in der Welt der schwarzen Magie erwartet, welche Erfahrungen sie machen und welche Leute sie kennenlernen wird. Mir gefiel es jedenfalls richtig gut, dass die Autorin sich Zeit mit den Entwicklungen in ihrer Geschichte nahm. Zwar findet bereits zu Beginn des Buches die Nacht der tausend Farben statt, doch als Emma in der Welt der schwarzen Magie landet, lässt die Autorin ihr genug Raum, um sich in Ruhe einzugewöhnen. Sie lernt neue Leute und deren Kräfte, sowie ihre eigenen kennen. So hat der Leser gemeinsam mit Emma Zeit, sich an alles zu gewöhnen und in die Ereignisse zu sortieren. Trotzdem wird es nie langweilig, da es einiges zu entdecken gibt. 
Während man sich gemeinsam mit Emma also an die Begebenheiten gewöhnt, die ihre neuen Fähigkeiten mit sich bringen, merkt man, wie sich die Ereignisse immer mehr zusammenziehen und die Spannung stetig steigt. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie sich am Ende alles entwickeln würde. Sicher ist einiges wahrscheinlich vorhersehbar, doch trotzdem hält die Autorin noch Überraschungen für uns parat, mit denen ich so auf keinen Fall gerechnet, die mich aber richtig begeistert haben.
Claudia Rehm benutzt in ihrem Buch vor allem lange Sätze, die mit vielen Nebensätzen aneinandergereiht sind. Auch wenn das den Schreibstil nicht ganz einfach macht, war er doch sehr flüssig und ich liebe es, wenn Autoren ihr Handwerk verstehen und mit Sprache zu spielen wissen. Leider muss ich jedoch sagen, dass es auch viele Wiederholungen im Buch gab. So kamen die Namen der Protagonisten für meinen Geschmack zu häufig auf den einzelnen Seiten vor und gewisse Formulierungen, wie z.B. dass sich das Gesicht in alle Richtungen verzerrte fand man auch immer wieder in der Geschichte. Da hätte ich mir dann doch noch mehr Abwechslung gewünscht. 
Sehr gut dagegen gefiel mir, dass Teil 1 dieser Trilogie nicht mit einem fiesen Cliffhanger endet, sondern erst einmal abgeschlossen ist, aber doch noch jede Menge Raum für eine Fortsetzung bietet, in der Claudia Rehm sicher wieder einige Überraschungen für uns bereithält.

Fazit:

Im Fantasy-Bereich ist es gar nicht so leicht, mich noch zu überraschen, doch Claudia Rehm ist es mit ihrem Buch „Die Nacht der tausend Farben – Tödliche Elemente“ auf jeden Fall gelungen. Sie lässt dem Leser genügend Zeit, sich in die Geschichte hineinzudenken, steigert jedoch auch stetig die Spannung, so dass es auf einen fulminanten Showdown hinausläuft. Beim Schreibstil gab es einige Wiederholungen, doch trotz allem beweist die Autorin, dass sie es versteht mit Sprache zu spielen, so dass ich auf jeden Fall auch die Fortsetzung lesen werde.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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