Historischer Roman,  Krimi,  Rezension

Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht

Eigentlich bin ich überhaupt kein Krimi-Fan, aber dieses Buch wurde mir von einer Verlagsmitarbeiterin wärmstens empfohlen und da ich gerade große Lust auf historische Romane habe, hab ich mich einfach mal auf dieses Abenteuer eingelassen.   Inhalt London, 1920: Louisa wünscht sich nichts mehr, als vor den ungesetzlichen Maschenschaften ihres Onkels fliehen zu können. Einen Ausweg sieht sie in einer Anstellung als Kindermädchen bei der adeligen Familie Mitford. Dort soll sie sich gemeinsam mit  Nanny Blor um die sechs Töchter des Hauses kümmern. Schon bald scheint sie unter den Töchtern nicht nur eine Freundin, sondern auch ein richtiges Zuhause gefunden…
Ich freue mich schon sehr auf weitere Abenteuer von Louisa und den Mitford Schwestern. Die Reihe werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen.

Zusammenfassung

4 / 5 Sternen

4

Ich freue mich schon sehr auf weitere Abenteuer von Louisa und den Mitford Schwestern. Die Reihe werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen.

Eigentlich bin ich überhaupt kein Krimi-Fan, aber dieses Buch wurde mir von einer Verlagsmitarbeiterin wärmstens empfohlen und da ich gerade große Lust auf historische Romane habe, hab ich mich einfach mal auf dieses Abenteuer eingelassen.

 

Inhalt
London, 1920: Louisa wünscht sich nichts mehr, als vor den ungesetzlichen Maschenschaften ihres Onkels fliehen zu können. Einen Ausweg sieht sie in einer Anstellung als Kindermädchen bei der adeligen Familie Mitford. Dort soll sie sich gemeinsam mit  Nanny Blor um die sechs Töchter des Hauses kümmern.
Schon bald scheint sie unter den Töchtern nicht nur eine Freundin, sondern auch ein richtiges Zuhause gefunden zu haben. Doch dann erschüttert ein Mord die gesamte Familie. Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, stellen Louisa und die älteste Tochter Nancy eigene Ermittlungen an und geraten dabei selbst in Gefahr … .

 

Meine Meinung
Das Buch beginnt mit einem Prolog, in dem man die Krankenschwester Florence Nightingale Shore auf ihrer letzten Zugfahrt begleitet, ohne dass man jedoch erfährt, was wirklich passiert ist. Florence fand ich sofort sehr interessant und war richtig traurig, dass sie sterben würde. Trotzdem hat mich die Autorin mit diesem Prolog auch richtig neugierig auf die weitere Geschichte gemacht.
Danach springt man in das Leben von Louisa und erfährt mehr über sie, ihre Familie und ihre Lebensumstände. Die junge Frau hat es wirklich nicht leicht, war mir aber auf Anhieb sehr sympathisch. Sie leidet sehr unter ihrer häuslichen Situation und versucht deshalb aus eigenem Antrieb einen Ausweg zu finden. Obwohl man das durchaus als selbstbewusst ansehen kann, ist Louisa doch eher zurückhaltend und unscheinbar und alles andere als die typische Heldin. Das passt jedoch in meinen Augen super zurzeit, in der das Buch spielt und deshalb auch perfekt in die Geschichte.
Die Story ist immer in der 3. Person geschrieben. Mal erfährt man, wie es Louisa ergeht, dann taucht man aber auch wieder in das Leben von Guy, einem der Ermittler ein oder erfährt etwas über die Vergangenheit von Florence, so dass ein schönes rundes Bild der Geschichte entsteht. Durch diesen Schreibstil taucht man zwar nicht ganz so tief in die Gedankenwelt der Protagonisten ein, was jedoch in diesem Fall für mich kein Problem darstellte, da es weniger um die Emotionen geht, als viel mehr um die Geschichte selbst.
Zu Beginn erfährt man sehr viel über Louisas Leben und beginnt damit erst spät mit der Ermittlungsarbeit. Zwar ist die Protagonistin selbst auch sehr interessant und das Buch war trotzdem nie langweilig, doch manchmal hätte ich mir schon etwas mehr Spannung und Aufregung gewünscht. Die Hinweise auf den Mörder sind anfangs winzig und tröpfeln nur ganz langsam in die Geschichte ein. Ehrlich gesagt hätte ich erwartet, dass sich eigentlich alles nur um den Fall und die Ermittlungen dreht. Stattdessen geht es auch viel um das Leben der Mitfords und der Protagonisten. Ich persönlich fand das nicht schlimm, da ich sehr gerne auch historische Romane lese und das Geschehen der Figuren verfolge. Doch wer einen spannenden Krimi erwartet, könnte hier vielleicht etwas enttäuscht sein.
Das Setting gefiel mir wirklich sehr gut. Ein altes Herrenhaus, in dem eine adelige Familie lebt, das es sogar wirklich gibt. So etwas fasziniert mich immer. Es ist toll, wie die Autorin Jessica Fellowes hier Fiktives mit der Wirklichkeit verknüpft und historische Figuren in eine erfundene Geschichte hineinwebt. Das ist ihr wirklich ausgesprochen gut gelungen.
Auch die Suche nach dem Mörder gestaltet sich als schwieriger, als man denkt. Geschickt führt die Autorin ihre Leser immer wieder auf falsche Spuren, so dass ich bis zum Ende eigentlich keine Ahnung hatte, wer Florence wirklich getötet hat. Es machte wirklich Spaß gemeinsam mit den Protagonisten auf die Suche nach des Rätsels Lösung zu gehen und ich liebe es, wenn man am Ende dann doch noch einmal überrascht wird. Richtig klasse.

 

Fazit
Insgesamt ist „Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht“ eine schöne Mischung aus historischem Roman und Krimi. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Spannung und weniger Alltag der Protagonisten gewünscht, doch die Verwebung von Fiktion und Wirklichkeit hat mich dafür wieder entschädigt. Ich freue mich schon sehr auf weitere Abenteuer von Louisa und den Mitford Schwestern. Die Reihe werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen.

 

 

Titel: Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht

Autorin: Jessica Fellowes

Verlag und Bildrechte: Pendo / Piper

Seitenzahl: 496

Preis: 16,99 € (D)

ISBN: 978-3-86612-452-3

 

 

 

Status: Rezensionsexemplar

 

Foto: © Monika Schulze

Cover: © Pendo Verlag

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