Historischer Roman,  Rezension

Die Hofgärtnerin

    *Werbung / Rezensionsexemplar   Inhalt Die Liebe zu den Blumen hat Marleene von ihrem Vater in die Wiege gelegt bekommen. Dieser war an der Hofgärtnerei angestellt und nach seinem Tod träumt Marleene davon, in seine Fußstapfen zu treten und selbst eine Gärtnerlehre dort zu beginnen. Diese Möglichkeit ist 1891 aber einzig den Männern vorbehalten. Um ihren Traum trotzdem zu verwirklichen verkleidet sich die junge Frau kurzerhand und ergattert tatsächlich eine Lehrstelle in der geliebten Hofgärnterei. Doch die anderen Arbeiter machen es ihr nicht leicht und als sie dann auch noch auf die Söhne des Gärtnereibesitzers trifft, wird ihr…
"Frühlingsträume" ist ein wundervoller Auftakt für die historische Reihe rund um die Hofgärtnerei. Ich war sofort in der Geschichte drin und habe jede Seite genossen.

Zusammenfassung

5 / 5 Sternen

5

"Frühlingsträume" ist ein wundervoller Auftakt für die historische Reihe rund um die Hofgärtnerei. Ich war sofort in der Geschichte drin und habe jede Seite genossen.

 

 

*Werbung / Rezensionsexemplar

 

Inhalt
Die Liebe zu den Blumen hat Marleene von ihrem Vater in die Wiege gelegt bekommen. Dieser war an der Hofgärtnerei angestellt und nach seinem Tod träumt Marleene davon, in seine Fußstapfen zu treten und selbst eine Gärtnerlehre dort zu beginnen.
Diese Möglichkeit ist 1891 aber einzig den Männern vorbehalten. Um ihren Traum trotzdem zu verwirklichen verkleidet sich die junge Frau kurzerhand und ergattert tatsächlich eine Lehrstelle in der geliebten Hofgärnterei.
Doch die anderen Arbeiter machen es ihr nicht leicht und als sie dann auch noch auf die Söhne des Gärtnereibesitzers trifft, wird ihr Leben schließlich gänzlich auf den Kopf gestellt.

 

Meine Meinung
Schon im ersten Kapitel erlebt man, welche Liebe Marleene für Pflanzen empfindet. Nicht nur, dass sie dadurch eine besondere Verbindung zu ihrem Vater bekommt, es tut ihr auch unglaublich gut, mit Blumen zu arbeiten. Dabei fühlt sie sich vollkommen. Ich fand es wirklich schön, dass es die Autorin geschafft hat, mir diese besondere Beziehung zwischen Marleene und den Blumen schon auf den ersten Seiten zu vermitteln. Dadurch fiel mir der Einstieg ins Buch sehr leicht, auch, wenn es mich traurig gemacht hat, dass die Protagonistin ihren Vater verloren hat und sich ihr Traum, Gärtnerin zu werden nicht erfüllen will.
Obwohl die Geschichte in der dritten Person erzählt wird, ist es der Autorin zudem gelungen, mich emotional mit ihren Figuren zu verbinden. Marleene ist so ein sympathischer, herzlicher Charakter und ich konnte jederzeit nachvollziehen, was in ihr vorgeht. Doch auch ein paar andere Figuren haben mein Herz gestohlen, wie z.B. Frieda, Marleenes Cousine. Ich mochte sie sofort. Anders, als die Protagonistin greift sie nicht nach den Sternen, möchte aber trotzdem ihren Traum verwirklichen, ist aber auf ihre Art eher bodenständig. Damit hat man zwei sehr unterschiedliche, weibliche Charaktere, die aus den gesellschaftlichen Zwängen, die ihnen in ihrer Zeit auferlegt sind, das Beste machen. Aber auch die verschiedenen männlichen Rollen hat Rena Rosenthal sehr gut beschrieben und in ihren Figuren zum Leben erweckt. Ich habe mich sofort in dieser Zeit gesehen und überlegt, wie ich wohl handeln würde. Aber ehrlich gesagt bin ich froh, dass die Frauen früher hartnäckig für unsere Rechte gekämpft haben und wir inzwischen frei wählen können, welchen Beruf wir erlernen wollen.
Wenn man mit dem Buch beginnt, könnte man sich tatsächlich fragen, was wohl auf all den Seiten passieren könnte. Es ist ja doch ein ganz schöner Schmöker und wir verbringen die meiste Zeit wirklich gemeinsam mit Marleene in der Gärtnerei und trotzdem war es für mich nicht auf einer Seite langweilig. Dafür passiert zu viel. Zum einen muss man natürlich immer gemeinsam mit Marleene befürchten, dass sie irgendwann auffliegt und ihr großer Traum platzt. Zum anderen gibt es neben den Protagonisten auch noch einige interessante Figuren, die noch einmal eine ganz eigene Geschichte mitbringen, die sich dann in das große Ganze einfügt. Für mich war es unglaublich spannend miterleben zu dürfen, wie sich alles entwickelt. Manche Charaktere haben mich positiv überrascht, andere eher zum Negativen, aber Überraschungen gab es einige und jede hat mich auf ihre Weise begeistert. Dabei hilft es sicher auch, dass wir in der Geschichte nicht nur bei Marleene bleiben, sondern auch die anderen Figuren teilweise begleiten dürfen. So kann man noch tiefer in das Geschehen eintauchen.
Die Liebesgeschichte hat mir auch richtig gut gefallen. Tatsächlich hätte ich anfangs mit einer anderen Besetzung gerechnet, aber je weiter man das Geschehen verfolgt, desto klarer wird es einem, wie sich das Ganze entwickeln wird. Mich hat es aber sehr begeistert, dass sich die Protagonisten erst kennenlernen und über eine gemeinsame Leidenschaft dann verlieben. Sie sind so ein schönes Paar, aber der Schluss lässt vermuten, dass es ihnen im nächsten Band nicht gerade leicht gemacht wird.
Am Ende hatte ich dann tatsächlich die Figuren so liebgewonnen und habe so sehr mitgefiebert, dass ich gar nicht wollte, dass es endet. Es passieren auch noch einmal so viele Sachen auf einmal, dass ich jetzt tatsächlich noch neugieriger darauf bin, wie es weitergeht. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf ein Wiedersehen mit Marleene und der Hofgärtnerei.

 

Fazit
Dieser historische Roman hat mir wieder einmal gezeigt, warum ich dieses Genre so sehr liebe. Obwohl es ein ziemlicher Wälzer ist, war es mir auf keiner Seite langweilig, im Gegenteil, ich wurde tief in die Geschichte hineingezogen und habe richtig mit den Figuren mitgefiebert. Einige davon habe ich sogar liebgewonnen und war am Ende sehr traurig, als ich sie erst einmal verlassen musste. Zum Glück war das erst der Auftakt der Reihe, so dass ich mich schon jetzt auf ein Wiedersehen in der Hofgärtnerei freuen kann.

Foto: ©Monika Schulze

Coverrechte: Penguin Verlag

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