Dystopie,  Rezension

Dark Palace

Als ich das erste Mal von diesem Buch las, war für mich sofort klar, dass ich es lesen muss. Für mich klang es nach einer spannenden, aber auch tiefgründigen Geschichte und so stürzte ich mich sofort in dieses Abenteuer.   Inhalt In England gibt es Leute mit „Geschick“, also mit besonderen Fähigkeiten und ganz normale Menschen. Während der magische Adel das Land regiert, müssen die anderen zehn Jahre Sklavenarbeit leisten. Lukes Eltern haben sich überlegt, dass sie gemeinsam mit ihren drei Kindern diese Zeit auf dem Anwesen der mächtigen Familie Jardine abdienen wollen. Doch dann geht etwas schief und sie…
Die Handlung und die Protagonisten sind undurchsichtig, es gibt unvorhersehbare Überraschungen und die Geschichte ist von Anfang bis Ende spannend. Diese Reihe hat definitv das Zeug zu einem Highlight.

Zusammenfassung

5 / 5 Sternen

5

Die Handlung und die Protagonisten sind undurchsichtig, es gibt unvorhersehbare Überraschungen und die Geschichte ist von Anfang bis Ende spannend. Diese Reihe hat definitv das Zeug zu einem Highlight.

Als ich das erste Mal von diesem Buch las, war für mich sofort klar, dass ich es lesen muss. Für mich klang es nach einer spannenden, aber auch tiefgründigen Geschichte und so stürzte ich mich sofort in dieses Abenteuer.

 

Inhalt
In England gibt es Leute mit „Geschick“, also mit besonderen Fähigkeiten und ganz normale Menschen. Während der magische Adel das Land regiert, müssen die anderen zehn Jahre Sklavenarbeit leisten.
Lukes Eltern haben sich überlegt, dass sie gemeinsam mit ihren drei Kindern diese Zeit auf dem Anwesen der mächtigen Familie Jardine abdienen wollen. Doch dann geht etwas schief und sie werden von Luke getrennt. Dieser muss in der Sklavenstadt Millmoor in einer Fabrik arbeiten und erlebt dort hautnah mit, was es bedeutet ganz unten in der Hierarchie zu stehen.
Doch auch im Herrenhaus der Jardines läuft nicht alles reibungslos. Der Vater und seine drei Söhne haben alle ihre Eigenheiten und verfolgen ihre eigenen Ziele. Ein paar Sklaven zählen da nur zu den Kollateralschäden, die man auf dem Weg nach oben eben in Kauf nehmen muss. Und Lukes Schwestern Abi und Daisy geraten unweigerlich in die Schusslinie … .

 

Meine Meinung
Das Buch beginnt sofort sehr aufregend. Es wird aus der Sicht einer Person erzählt, die nirgendwo im Klappentext vorkommt, deshalb war ich umso neugieriger, was es damit wohl auf sich haben würde. Am Ende des Prologs kann man diesen zwar etwas einordnen, weiß aber immer noch nicht, was wirklich dahinter steckt, was dazu führt, dass man noch gespannter auf alles ist, was noch kommen wird.
Danach taucht man in Lukes Leben ein und erlebt hautnah mit, wie seine Eltern sich zu der Entscheidung durchringen, die Sklavenzeit gemeinsam abzuleisten. Sofort wird klar, dass die Familienmitglieder trotz kleiner Reibereien doch sehr miteinander verbunden sind. Es gefiel mir sehr gut, dass sich diese Geschichte einmal um eine komplette Familie dreht. Zwar geraten die Eltern im Laufe des Buches dann doch etwas in den Hintergrund, aber zumindest gibt es sie hier einmal, was in vielen anderen Büchern nicht der Fall ist, da sich da meist alles um eine einzelne Person dreht oder die Eltern ganz plötzlich ins Nirvana verschwinden. Jedenfalls mochte ich die einzelnen Familienmitglieder auf Anhieb, auch wenn sie anfangs noch etwas „unentwickelt“ sind. Luke ist auf jeden Fall noch sehr unbedarft. Er hat zwar im Geschichtsunterricht von all den Geschehnissen die zur Sklavenzeit geführt haben, gehört, aber das scheint für ihn ewig weit weg zu sein. Seine ältere Schwester Abi macht sich dagegen sehr viele Gedanken darum. Sie scheint sehr vernünftig zu sein und sich für ihre jüngere Geschwister verantwortlich zu fühlen. Daisy ist ein fröhliches, kleines Mädchen, das mit der Ungerechtigkeit noch nicht wirklich in Berührung gekommen ist und deshalb sehr unvoreingenommen an das Ganze herangeht. So treten die drei eigentlich mit ganz unterschiedlichen Erwartungen an die Sklavenzeit heran, was ich persönlich sehr interessant fand. Ich hätte ja wirklich enorm viel Angst vor dem Antritt, egal, wohin man mich stecken würde.
Überhaupt fand ich die Idee mit der Sklavenzeit sehr spannend, aber auch gruselig. So weit entfernt ist dieser Gedanke gar nicht, dass Leute, die anders sind, ausgegrenzt und zu niederen Arbeiten gezwungen werden, all ihre Rechte verlieren und nur noch als „Ware“ gelten. Es war richtig erschreckend, das zu lesen, gleichzeitig finde ich es gut, wenn dieses Thema in ein aktuelles Buch verfrachtet und durch eine neue spannende Handlung ergänzt wird. So kann man sich mit diesem Thema einmal auf andere Weise auseinandersetzen.
Doch auch die Idee mit dem Geschick gefiel mir sehr gut. Es gibt Menschen, die besondere Fähigkeiten haben, die unterschiedlich stark ausgeprägt sind und unterschiedliches bewirken. Interessant ist, dass selbst die Mitglieder nicht genau wissen, wie das Ganze vererbt wird und was es mit dem Geschick wirklich auf sich hat. Dadurch kommt noch einmal eine andere Problematik in die Geschichte und es dreht sich nicht nur alles um die Menschen, die Sklavenarbeit leisten müssen.
Das wird zusätzlich noch dadurch verstärkt, dass das Buch aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. So kann man quasi am Leben und an den Einzelschicksalen teilhaben und auch, wenn der Schreibstil immer in der dritten Person bleibt, ist man doch irgendwie hautnah dabei und kann die Gedanken, Gefühle und Handlungen der Personen nachvollziehen oder manchmal eben auch nicht, aber das ist dann auch so gewollt.
Für mich war die Geschichte von Anfang bis Ende durchgehend spannend. Man muss immer damit rechnen, dass etwas passiert und auch, wenn ich manche Wendung schon vorausgeahnt habe, wurde ich von anderen total überrascht. Ich liebe es, wenn Bücher bzw. deren Handlung nicht immer sofort klar durchschaubar sind. Und das ist hier sowohl bei der Handlung an sich, als auch bei den einzelnen Protagonisten so. Am Ende war ich nämlich genauso schlau, wie am Anfang und hab nicht wirklich eine Ahnung, wohin mich die Reise weiter führen wird. Doch eines ist klar: Ich werde auf jeden Fall sofort weiterlesen, denn das Buch ist einfach nur mitreißend und genial.

 

Fazit
Mit „Dark Palace“ hat Vic James ein ernstes Thema in eine völlig neue Geschichte gepackt. Die Handlung und die Protagonisten sind undurchsichtig, es gibt unvorhersehbare Überraschungen und die Geschichte ist von Anfang bis Ende spannend. Mich hat das Buch in doppelter Hinsicht nicht mehr losgelassen: Zum einen musste ich viel über den Bezug der Sklavenzeit zu unsere Vergangenheit nachdenken, zum anderen haben mich  die Geschehnisse völlig mitgerissen. Diese Reihe hat definitiv das Zeug zu einem Highlight.

Titel: Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern

Autorin: Vic James

Verlag und Bildrechte: Fischer Verlage

Seitenzahl: 448

Preis: 18,99 € (D)

ISBN: 978-3841440105

 

 

Status: Rezensionsexemplar

 

Foto: © Monika Schulze

Cover: © Fischer Verlage

Ein Kommentar

  • Insi Eule

    Hallo Monika :D

    sehr schöne Rezension! Ich wollte eigentlich schon eher kommentieren, da du tatsächlich der ausschlaggebende Grund warst, dass das Buch nun auch bei mir in den Warenkorb wandern durfte, hihi. Ich bin schon sehr gespannt auf die Geschichte, das hört sich ja alles echt gut an ^^. Ich mag es, wenn Bücher auch zum Nachdenken anregen und nicht nur super unterhalten :).

    Liebe Grüße
    Insi Eule

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