Jugendfantasy,  Rezension

Drachendunkel – Die Legende von Illestia

Bücher über Drachen gehen ja immer und da ich davon auch noch nicht so viele gelesen hatte, freute ich mich sehr auf dieses Buch.   Inhalt Das Leben in Mooresdahl ist von Entbehrungen geprägt. Auch Ella musste schon früh lernen, was das bedeutet. Nach dem Tod ihrer Eltern hat sie die Verantwortung für ihre beiden jüngeren Brüder übernommen und macht sich seitdem auf die Jagd nach Essbarem. Eines Tages trifft sie im Wald auf den geheimnisvollen Razul und erkennt sehr bald, was dieser ist: Ein Wandler. Am Tag ein Mensch, in der Nacht ein Drache. Doch Drachen hat man in…
Die Idee fand ich richtig toll und der Einstieg gelang mir mühelos. Als jedoch die Liebesgeschichte zu viel Raum einnahm, hatte ich das Gefühl, in der Handlung nicht vorwärts zu kommen. Erst am Ende konnte mich das Buch dann wieder packen.

Zusammenfassung

3 / 5 Sternen

3

Die Idee fand ich richtig toll und der Einstieg gelang mir mühelos. Als jedoch die Liebesgeschichte zu viel Raum einnahm, hatte ich das Gefühl, in der Handlung nicht vorwärts zu kommen. Erst am Ende konnte mich das Buch dann wieder packen.

Bücher über Drachen gehen ja immer und da ich davon auch noch nicht so viele gelesen hatte, freute ich mich sehr auf dieses Buch.

 

Inhalt
Das Leben in Mooresdahl ist von Entbehrungen geprägt. Auch Ella musste schon früh lernen, was das bedeutet. Nach dem Tod ihrer Eltern hat sie die Verantwortung für ihre beiden jüngeren Brüder übernommen und macht sich seitdem auf die Jagd nach Essbarem.
Eines Tages trifft sie im Wald auf den geheimnisvollen Razul und erkennt sehr bald, was dieser ist: Ein Wandler. Am Tag ein Mensch, in der Nacht ein Drache. Doch Drachen hat man in Mooresdahl schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Und das hat einen guten Grund, denn während Razul sich immer mehr zu Ella hingezogen fühlt, giert die Bestie in seinem Inneren nach ihrem Blut … .

 

Meine Meinung
Im Prolog begleitet man Razul, der sich mitten im Krieg befindet und dabei einige Verluste erleidet. Sofort wurde mir klar, dass dieser Mann ein wahrer Held ist, der für seine Lieben alles tun würde, der seinen Freunden gegenüber loyal ist und das Herz am richtigen Fleck hat.
Danach springt man aber erst einmal zu Ella nach Mooresdahl und erfährt, was das Leben dort bedeutet und wie die Familienverhältnisse der Protagonistin aussehen. Auch sie gefiel mir auf Anhieb. Eine starke, junge Frau, die sich durchkämpft und erst ganz zuletzt an sich selber denkt.
Auch die Welt, die Eyrisha Summers in diesem Buch geschaffen hat, ist etwas ganz Besonderes. Es gibt nicht nur Drachen, sondern jede Menge anderer Wesen, die sie mit ihren Beschreibungen lebendig werden lässt und mich damit richtig begeistert hat. Ich konnte sie richtig vor mir sehen und war geradezu fasziniert von dem Ideenreichtum dieses Settings. Auch die Kapitelanfänge aus den Chroniken der Drachen zeigten, dass diese Welt von Anfang bis Ende genau durchdacht ist. Ich liebe es ja, wenn die Handlung von Legenden untermauert wird. Das macht sie für mich immer besonders tiefgründig. Der Einstieg ins Buch fiel mir also richtig leicht und ich war sehr gespannt, was mich noch alles erwarten würde.
Anfangs hat die Handlung fast schon ein bisschen etwas von „Die Schöne und das Biest“ und ich freute mich auf die Begegnungen zwischen Razul und Ella und wie sich diese besser kennenlernen. Leider wurde mir zu schnell von Liebe und Gefühlen gesprochen, so dass ich die Liebesgeschichte nicht so ganz nachvollziehen konnte. Überhaupt nahm mir diese plötzlich zu viel Raum in der Geschichte ein.
Deshalb muss ich gestehen, dass sich meine anfängliche Euphorie dann im Mittelteil leider  verlor. Als sich die kleine Gruppe schließlich auf die Reise macht, war bei mir leider die Luft raus, da es mir hier etwas zu sehr um den inneren Zwiespalt der Protagonistin und die Liebe zwischen den beiden ging. Da fehlte mir einfach die Spannung, das Fortkommen in der Handlung und ich hatte nicht so wirklich Lust, weiterzulesen.
Erst im letzten Drittel konnte mich das Buch noch einmal so richtig packen. Man taucht tiefer in die Dunkelheit des Antagonisten ein, erfährt von ihm und seinem Leben und wie es soweit kommen konnte, dass er inzwischen Krieg gegen die anderen Drachen führt. Ich finde es immer wahnsinnig spannend, wenn man auch in die Gedanken der dunklen Seite eintauchen darf und diese nicht so flach bleibt. Außerdem gab es eine sehr interessante Wendung, die für mich sogar eine wichtige Botschaft enthielt. Manchmal muss man eben einmal von einer anderen Perspektive auf die Geschehnisse sehen und kann so vielleicht noch etwas entdecken, was anderen, die mitten in der Geschichte stecken nicht mehr erkennen können. Mir hat das Ende jedenfalls sehr gefallen, vor allem, weil es so anders war, als man es erwartet hat.

 

Fazit
Mit diesem Buch hatte ich leider so meine Schwierigkeiten. Der Einstieg gelang mir gut und ich war fasziniert von der Welt, die sich Eyrisha Summers ausgedacht hatte. Leider hielt die anfängliche Euphorie jedoch nicht an, als die Liebesgeschichte zu viel Raum einnahm. Ich hatte das Gefühl in der Handlung nicht vorwärts zu kommen und hatte deshalb kaum Lust, weiterzulesen. Erst am Ende konnte mich das Buch wieder für sich gewinnen, weil es so ganz anders ausging, als erwartet. Leider hatte ich mir von dieser Geschichte mehr erwartet.

Titel: Drachendunkel – Die Legende von Illestia

Autorin: Eyrisha Summers

Verlag und Coverrechte: Impress / Carlsen

Seitenzahl: 368

Preis eBook: 4,99 € (D)

Preis TB: 14,00 € (D)

ISBN: 978-3551584212

 

Status: Rezensionsexemplar

Foto: ©Monika Schulze

Coverrechte: Carlsen Verlag

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