Jugendfantasy,  Rezension

Promised

Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut und ihm entgegen gefiebert?! Nachdem ich „Selection“ geradezu inhaliert habe und diese Reihe immer noch zu meinen Lieblingen gehört, wollte ich auch „Promised“ unbedingt sofort lesen.   Inhalt König Jameson ist jung und attraktiv und jedes Mädchen träumt davon, die Königin an seiner Seite zu sein. Für Hollis scheint dieser Traum zum Greifen nahe, als sie bei einem Tanz dem König in die Arme fällt. Seitdem macht er ihr teure Geschenke und will sie stets an seiner Seite haben. Doch obwohl Hollis glücklich sein müsste, weckt der Schmied Silas, der plötzlich mit…
Dieses Buch lässt mich leider frustriert zurück. Nach Selection hatte ich so hohe Erwartungen, die Hollis und ihre Geschichte nicht erfüllen konnten. Die Charaktere blieben mir zu flach, in der Handlung gab es kaum Spannung und die Überraschungen waren fast zu gewollt. Leider war das für mich nichts, vielleicht haben aber jüngere Leser ihre Freude daran.

Zusammenfassung

2 / 5 Sternen

2

Dieses Buch lässt mich leider frustriert zurück. Nach Selection hatte ich so hohe Erwartungen, die Hollis und ihre Geschichte nicht erfüllen konnten. Die Charaktere blieben mir zu flach, in der Handlung gab es kaum Spannung und die Überraschungen waren fast zu gewollt. Leider war das für mich nichts, vielleicht haben aber jüngere Leser ihre Freude daran.

Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut und ihm entgegen gefiebert?! Nachdem ich „Selection“ geradezu inhaliert habe und diese Reihe immer noch zu meinen Lieblingen gehört, wollte ich auch „Promised“ unbedingt sofort lesen.

 

Inhalt
König Jameson ist jung und attraktiv und jedes Mädchen träumt davon, die Königin an seiner Seite zu sein. Für Hollis scheint dieser Traum zum Greifen nahe, als sie bei einem Tanz dem König in die Arme fällt. Seitdem macht er ihr teure Geschenke und will sie stets an seiner Seite haben.
Doch obwohl Hollis glücklich sein müsste, weckt der Schmied Silas, der plötzlich mit seiner Familie im Palast auftaucht ungeahnte Gefühle in ihr, die sie bei Jameson niemals gespürt hat.
Welche Opfer sind es wert gebracht zu werden, wenn man hinterher Königin ist? Tauscht Hollis ihr persönliches Glück gegen die mächtigste und beliebteste Position im Königreich ein?

 

Meine Meinung
Etwas überrascht war ich über den Anfang. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass man hautnah miterleben würde, wie Hollis den König kennenlernt und ihm immer näher kommt. Stattdessen wohnt diese schon im Palast und wird als Favoritin von ihm gehandelt. Jameson nimmt sie mit auf Ausflüge und macht ihr Geschenke. Ich fand es sehr schade, dass man bei diesem Prozess außen vor gelassen wurde, da so irgendwie das Gefühl bei mir aufkam, als hätte ich etwas verpasst.
Doch ich freute mich darauf, Hollis, ihre beste Freundin Delia Grace und König Jameson besser kennenzulernen. Leider muss ich auch hier gestehen, dass mir das irgendwie nicht gelang. Die Charaktere blieben für mich sehr oberflächlich. Hollis scheint zwar hübsch zu sein, aber das war es dann irgendwie auch schon. Sie ist weder besonders klug, noch hinterfragt sie etwas oder bemüht sich, ihrer Rolle als künftige Königin gerecht zu werden. Ich konnte weder ihre Gedanken, noch ihre Gefühle nachvollziehen, mir fehlte es an Tiefe und an Besonderheiten. Ich liebe einfach starke Frauen, die ihren Weg gehen. Doch hier hatte ich den Eindruck, als hätte ich einfach ein verwöhntes Kind vor mir, das noch nie mit den Schwierigkeiten des Lebens konfrontiert wurde und sich darauf verlässt, dass ihr alles in den Schoß fällt, wie es bisher ja auch immer der Fall war. Das einzig Positive, das in meinen Augen auf ihrem Konto steht, ist die Tatsache, dass sie sich für Delia Grace einsetzt, die von allen anderen aufgrund ihrer Familiengeschichte gemieden und gehänselt wird.
Auch die restlichen Figuren konnten mich leider nicht begeistern. Anfangs dachte ich noch Delia Grace würde mich überzeugen, doch dann gab es eine plötzliche Wendung, die ihren ganzen Charakter in Frage stellte. Zwar mag ich eigentlich Überraschungen und auch, wenn Protagonisten ihren wahren Charakter erst später zeigen, aber dadurch, dass die Figuren so wenig Tiefe hatten und man sie eigentlich gar nicht wirklich kennt, kommt das leider nicht sehr glaubwürdig rüber. Auch bei den männlichen Protagonisten ging es mir so. König Jameson scheint sehr flatterhaft zu sein und keine wirkliche Partnerin zu suchen, sondern nur jemanden, der ihn gut aussehen lässt. Sein Königreich ist alles, das für ihn zählt und dabei nimmt er auch Verluste in Kauf. Silas taucht plötzlich auf und war mir von allen tatsächlich am sympathischsten, aber auch ihn konnte ich nicht wirklich greifen. Ich finde es sehr schade, dass es in diesem Buch keinen Charakter gibt, der mir nach dem Lesen auch nur annährend im Kopf oder sogar im Herzen geblieben ist. Das habe ich wirklich selten in einem Buch.
Die Handlung gibt anfangs auch nicht besonders viel her. Man begleitet Hollis, die sich vom König hofieren lässt und damit beginnt sich in das Leben einer Königin einzufügen. Wobei sie sich nicht wirklich sicher ist, was das bedeutet. Für sie scheint es mit hübschen Kleidern, einem Hofstaat und Schmuck verbunden zu sein. So begleitet man sie auf Feste und Treffen mit dem König, wählt Diademe aus und wartet darauf, dass sie von ihrer besten Freundin für ihre „Auftritte“ vorbereitet wird. Als schließlich Silas an den Hof kommt, dachte ich, jetzt gäbe es verbotene Gefühle und Treffen und es käme etwas Spannung auf, doch stattdessen ist es die große Liebe auf den ersten Blick und obwohl beide sich kaum sehen und miteinander reden, ist klar, dass sie füreinander bestimmt sind. Puh, das war für mich wirklich too much. Natürlich kann es Liebe auf den ersten Blick geben, aber Gefühle müssen sich entwickeln, Paare sich kennenlernen und davon gibt es hier nichts. Deshalb konnte ich die Liebesgeschichte leider überhaupt nicht nachvollziehen.

Im letzten Drittel kommt dann tatsächlich noch so etwas wie Spannung auf. Es gibt eine wirklich krasse (ja, anders kann ich es nicht sagen) Wendung, die ich niemals so erwartet hätte und mich deshalb völlig kalt erwischt hat. Ich liebe Überraschungen und diese hier hat wirklich Potenzial. Allerdings befürchte ich, dass die Autorin sie im zweiten Band wieder (zumindest teilweise) rückgängig macht, was ich total schade fände, denn endlich habe ich etwas im Buch entdeckt, das mich begeistern könnte.

 

Fazit
Vielleicht waren meine Erwartungen nach „Selection“ einfach zu hoch, aber dieses Buch ließ mich wirklich frustriert zurück. Zwar hat es den gewohnt flüssigen Schreibstil von Kiera Cass, der dazu führt, dass man das Buch schnell durch hat, aber weder Charaktere, noch die Handlung konnten mich begeistern. Ich hatte das Gefühl, die Protagonisten überhaupt nicht zu kennen und auch nicht kennenlernen zu können, da sie flach bleiben und keinerlei Tiefgang haben. Ihre Handlungen und Gefühle waren für mich kaum nachvollziehbar und die Handlung bestand meist nur aus einer Aneinanderreihung von „Auftritten“ von Hollis als zukünftige Königin. Erst im letzten Drittel gab es Wendungen, die der Geschichte noch einmal eine ganz andere Richtung geben könnten, wenn die Autorin wirklich im zweiten Band dabei bleibt.
Insgesamt hat mich das Buch leider nur enttäuscht und ich bin mir nicht sicher, ob ich die Fortsetzung noch lesen werde.

Titel: Promised (Band 1)

Autorin: Kiera Cass

Übersetzerin: Angela Stein

Verlag und Coverrechte: Sauerländer

Seitenzahl: 368

Preis eBook: 9,99 € (D)

Preis HC: 17,00 € (D)

ISBN: 978-3737350976

Status: Rezensionsexemplar

Foto: ©Monika Schulze

Coverrechte: Sauerländer Verlag

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