Familiengeschichte,  Rezension

Das Haus der Verlassenen

Ich liebe Familiengeschichten, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen und hier klang der Klappentext auch noch so toll, dass ich es einfach lesen musste.   Inhalt 1956 ist es ein Skandal, wenn ein junges, unverheiratetes Mädchen schwanger wird. Genau deswegen wird Ivy Jenkins in ein Heim für ledige Mütter geschickt. Doch während es nach außen hin so aussieht, als würde dort den Mädchen geholfen, versteckt sich hinter den Mauern des Klosterbaus doch ein düsteres Geheimnis … . 2017 findet die junge Journalistin einen herzzerreißenden Brief von Ivy an den Vater ihres Kindes. Doch wieso befindet der sich im Besitz ihrer Großmutter?…
Obwohl das Leben von Protagonistin Sam für meinen Geschmack etwas zu sehr im Hintergrund und diese dadurch im Gegensatz zu Ivy etwas blass bleibt, hat mich das Buch doch voll überzeugt. Fast hatte ich das Gefühl in einem Krimi zu stecken, so spannend war die Geschichte und ich konnte das Buch kaum weglegen, bevor ich nicht hinter das Geheimnis kam.

Zusammenfassung

5 / 5 Sternen

5

Obwohl das Leben von Protagonistin Sam für meinen Geschmack etwas zu sehr im Hintergrund und diese dadurch im Gegensatz zu Ivy etwas blass bleibt, hat mich das Buch doch voll überzeugt. Fast hatte ich das Gefühl in einem Krimi zu stecken, so spannend war die Geschichte und ich konnte das Buch kaum weglegen, bevor ich nicht hinter das Geheimnis kam.

Ich liebe Familiengeschichten, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen und hier klang der Klappentext auch noch so toll, dass ich es einfach lesen musste.

 

Inhalt
1956 ist es ein Skandal, wenn ein junges, unverheiratetes Mädchen schwanger wird. Genau deswegen wird Ivy Jenkins in ein Heim für ledige Mütter geschickt. Doch während es nach außen hin so aussieht, als würde dort den Mädchen geholfen, versteckt sich hinter den Mauern des Klosterbaus doch ein düsteres Geheimnis … .
2017 findet die junge Journalistin einen herzzerreißenden Brief von Ivy an den Vater ihres Kindes. Doch wieso befindet der sich im Besitz ihrer Großmutter? Sam will dieser Geschichte um St. Margarets auf den Grund gehen und verändert damit nicht nur ihr eigenes Leben … .

 

Meine Meinung
Das Buch beginnt für mich völlig unerwartet im Jahr 1959. Ivy ist schon seit Jahren in St. Margaret’s und man erfährt ein bisschen von ihr und ihrer Geschichte. Schon auf diesen wenigen Seiten wurde mir klar, was für eine ungewöhnliche, starke und mutige junge Frau Ivy ist. Ihr Schicksal hat mich wirklich tief berührt und das schon zu Beginn des Buches. Doch je tiefer ich in die Geschichte eintauchte und je mehr ich von Ivy erfuhr, desto bewegter war ich. Die Briefe sind so voller Gefühl, voller Verzweiflung und gleichzeitig voller Hoffnung … ich musste richtig weinen, so sehr haben sie mich mitgenommen.
Dagegen bleibt das Leben von Sam fast etwas blass. Zwar hat man auch hier eine starke junge Frau vor sich, doch leider erfährt man von ihr sehr wenig. Man platzt quasi fast in ihr Leben hinein, als es gerade an einem kritischen Punkt ist, aber da sie die meiste Zeit mit ihrem Job und mit der Suche nach Antworten verbringt, bekommt man ihr Familienleben nur am Rande mit. Das fand ich etwas schade, kann man aber gleichzeitig verschmerzen, da man selbst ebenfalls unbedingt hinter das ganze Geheimnis um St. Margaret’s kommen möchte.
Und das hat es wirklich in sich: Neben all den kleinen Geheimnissen gibt es nämlich auch einige sehr überraschende Wendungen, die ich ehrlich gesagt gar nicht habe kommen sehen. Immer wieder deckt die Journalisten neue Fakten auf, setzt Puzzleteile zusammen und kommt so dem Rätsel immer weiter auf die Spur. So ist die Geschichte wirklich von Anfang bis Ende durchgehend spannend und ich hatte fast das Gefühl, in einem Krimi zu stecken, denn teilweise habe ich mich sogar richtig gegruselt und bekam Gänsehaut. Meine Nerven waren wirklich wie Drahtseile gespannt und ich fieberte der großen Auflösung entgegen. Dabei konnte ich das Buch wirklich kaum weglegen. Es war unfassbar, was am Ende tatsächlich hinter dem Ganzen steckte und wie die Autorin ihre Geschichte aufgelöst hat.
Zwar blieben dabei auch ein paar Fragen offen, was ich jedoch nicht weiter schlimm fand, da die Hauptgeschichte aufgelöst wurde und ich auch der Meinung bin, dass man nicht alles „zerreden“ muss.

 

Fazit
Obwohl das Leben von Protagonistin Sam für meinen Geschmack etwas zu sehr im Hintergrund und diese dadurch im Gegensatz zu Ivy etwas blass bleibt, hat mich das Buch doch voll überzeugt. Fast hatte ich das Gefühl in einem Krimi zu stecken, so spannend war die Geschichte und ich konnte das Buch kaum weglegen, bevor ich nicht hinter das Geheimnis kam.
Wer Geschichten mag, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen, sollte sich dieses Werk auf keinen Fall entgehen lassen.

Titel: Das Haus der Verlassenen

Autorin: Emily Gunnis

Verlag und Coverrechte: Heyne Verlag

Seitenzahl: 400

Preis HC: 20,00 € (D)

Preis eBook: 15,99 € (D)

ISBN: 978-3453272125

 

Status: Rezensionsexemplar

 

Foto: © Monika Schulze

Coverrechte: Heyne Verlag

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