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Das Honigmädchen

Bücher von Claudia Winter sind für mich seit ihren Aprikosenküssen schon ein absolutes Muss. Ich bin dem Charme dieser Geschichten inzwischen hoffnungslos verfallen und freute mich deswegen schon sehr auf das neue Buch dieser Autorin.   Inhalt Als die Ehe von Camilla in die Brüche ging, musste sie ihren Vater um einen Job im Familienunternehmen bitten. Seit dem versucht sie nicht nur ihm zu beweisen, dass sie diese Aufgabe meistern kann, sondern vor allem auch sich selbst. Das wiederrum stellt jedoch die Beziehung zu ihrer fünfzehnjährigen Tochter Marie auf eine harte Probe. Als die Rebellion von Marie gerade einen Höhepunkt…
Claudia Winter schafft es mit ihren Werken immer wieder mich wirklich sehr zu berühren. In „Das Honigmädchen“ stecken so viele wundervolle Gedanken und kleine Lebensweisheiten, dass sie den Leser richtig ans Herz rühren.

Zusammenfassung

5 / 5 Sternen

5

Claudia Winter schafft es mit ihren Werken immer wieder mich wirklich sehr zu berühren. In „Das Honigmädchen“ stecken so viele wundervolle Gedanken und kleine Lebensweisheiten, dass sie den Leser richtig ans Herz rühren.

Bücher von Claudia Winter sind für mich seit ihren Aprikosenküssen schon ein absolutes Muss. Ich bin dem Charme dieser Geschichten inzwischen hoffnungslos verfallen und freute mich deswegen schon sehr auf das neue Buch dieser Autorin.

 

Inhalt
Als die Ehe von Camilla in die Brüche ging, musste sie ihren Vater um einen Job im Familienunternehmen bitten. Seit dem versucht sie nicht nur ihm zu beweisen, dass sie diese Aufgabe meistern kann, sondern vor allem auch sich selbst. Das wiederrum stellt jedoch die Beziehung zu ihrer fünfzehnjährigen Tochter Marie auf eine harte Probe.
Als die Rebellion von Marie gerade einen Höhepunkt erreicht, schickt Camillas Vater die beiden in die Provence, um einer Honigmanufaktur einen Besuch abzustatten. Anfangs stößt dieser Plan auf Widerwillen von beiden Seiten, vor allem, als sich unverhofft auch noch ihr nerviger Nachbar Tobias ihrer Reise anschließt.
Doch während Camilla versucht hinter das Geheimnis des kleinen Dorfes Loursacq zu kommen, scheint sich ihr Blick auf die Dinge langsam zu verändern und sie erkennt, was wirklich wichtig ist und wovor sie all die Jahre die Augen verschlossen hat … .

 

Meine Meinung
Im Prolog finden wir uns erst einmal 1956 wieder und lernen Henry und seine Mutter kennen und erleben, welche besondere Beziehung sie zu Bienen haben. Ich war sehr gespannt, wie diese Personen sich in die Geschichte von Camilla und Marie einfügen würden.
Doch vorerst springen wir ins Jahr 2017 und erfahren, wie es Camilla und Marie ergeht. Ich mochte Camilla auf Anhieb, merkte aber auch, dass sie nach Jahren immer noch unter der Trennung ihres Mannes leidet. Anscheinend hat sie damals nicht nur ihren Ehemann, sondern auch sich selbst etwas verloren. Immerhin hatte sie plötzlich auch keinen Job mehr und musste bei ihrem Vater unterkriechen. Ich konnte gut verstehen, dass sie deshalb den Drang hat, sich zu beweisen und viel Energie in ihre Arbeit steckt. Dabei scheint sie jedoch auch zu vergessen, dass ihre Tochter sich gerade in einem kritischen Alter befindet und auch etwas verloren hat. Das führt leider dazu, dass sich die beiden immer mehr entfremden, was mir unendlich leid tat, aber sehr authentisch war. Natürlich konnte ich mich als Mutter sehr gut in Camilla hineinversetzen, auch, wenn mein Sohn noch nicht annährend so alt ist, wie Marie. Sie liebt ihre Tochter über alles und will nur das Beste für sie, möchte sich aber unbedingt auch selbst beweisen. Es ist sicher keine einfache Situation für die Frau und ich war gespannt, wie sie es schaffen würde, alles unter einen Hut zu bekommen.
Als ich Tobias kennenlernte war ich anfangs skeptisch, was vielleicht auch an der Abneigung der Protagonistin ihm gegenüber lag. Gerade zu Beginn erfährt man von ihm nämlich nur das, was Camilla über ihn weiß und was sie in ihm sieht und das ist nicht gerade positiv. Ich freute mich aber sehr darauf, ihn besser kennenzulernen und zu erfahren, was hinter ihm steckt.
Doch nicht nur mit Camilla, Marie und Tobias hat Claudia Winter außergewöhnliche Charaktere erschaffen. Nein, dieses Buch ist voll davon. Vor allem, als man in Loursacq landet, lernt man eine einzigartige Figur nach der anderen kennen. Dabei hat es mir der mürrische Henry besonders angetan und das noch bevor ich erfuhr, was hinter seiner Geschichte steckt, denn das ist auch so eine Besonderheit, die sich in den Büchern der Autorin versteckt: Ihre Charaktere haben alle eine eigene Geschichte, einen Hintergrund. Damit sind sie alles andere als eindimensional, sie gehen in die Tiefe und rühren den Leser damit ans Herz. Mich hat Claudia Winter mit Henrys Geschichte jedenfalls sehr gerührt und ich habe sogar ein paar Tränchen für ihn vergossen, so bewegt war ich.
Überhaupt hat mich die ganze Geschichte schon nach wenigen Seiten nicht mehr losgelassen. Sofort war mir klar, dass hinter Camillas Handeln noch viel mehr steckt und auch Henry schien ein Geheimnis zu haben. Damit hatte mich die Autorin sofort gefangen und ich wollte unbedingt wissen, was hinter dem Ganzen steckt und wohin es die Protagonisten führen würde. Und obwohl Claudia Winter uns Leser lange zappeln lässt, ehe sie etwas verrät, ist die Geschichte doch nie langweilig. Im Gegenteil: Ich liebte die ruhige Art dieses Buches, das so viele wundervolle Gedanken zwischen den Zeilen bereithielt. Es war geradezu voll von Lebensweisheiten, die mich zum Nachdenken anregten und die mitten ins Herz gingen.  Manchmal hat man einfach den Blick für die schönen, kleinen Dinge verloren und muss sich erst einmal wieder darauf besinnen, was wirklich wichtig im Leben ist.
Dabei spielt es sicher auch eine Rolle, dass Camilla, Marie und Tobias sich in diesem einzigartigen kleinen Dorf mitten in der Provence wiederfinden. Claudia Winter schafft es auch dieses Mal wieder, diesem besonderen Ort Leben einzuhauchen, so dass man es förmlich vor sich sieht und geradezu Fernweh entwickelt. Ich schmeckte den Honig, roch den Lavendel und fühlte die Wärme der Sonne auf meiner Haut. So habe ich mich geradezu nach Frankreich geträumt und der Honigmanufaktur einen kleinen Besuch abgestattet, zumindest in meinem Kopf.
Obwohl die Autorin immer wieder französische Namen oder Begriffe in ihre Geschichte einbaut, konnte ich das Buch (trotz fehlender Französischkenntnisse) flüssig lesen. Der Schreibstil ist locker-leicht, was diesem Buch, trotz ernster Themen auch eine Art Leichtigkeit beschert, die ich sehr genieße. Damit hat es das Buch geschafft, dass ich mich richtig in die Geschichte fallen lassen und beim Lesen einfach nur entspannen konnte und zusätzlich noch vieles aus den Geschehnissen für mich selbst mitnehme.

 

Fazit
Claudia Winter schafft es mit ihren Werken immer wieder mich wirklich sehr zu berühren. In „Das Honigmädchen“ stecken so viele wundervolle Gedanken und kleine Lebensweisheiten, dass sie den Leser richtig ans Herz rühren. Dabei spielen auch die einzigartigen Charaktere, das bezaubernde Setting und der locker-leichte Schreibstil eine große Rolle, denn damit schaffte es die Autorin mich abzuholen und in ihre Geschichte hineinzuziehen, so dass ich das Gefühl hatte, selbst ein Teil davon zu sein. Das führte dazu, dass ich beim Lesen nicht nur entspannen konnte, sondern auch für mich selbst so viel mitgenommen habe. Dadurch wird „Das Hongimädchen“ für mich zu einem ganz besonderen Schatz, dessen Lesevergnügen unbezahlbar ist.

Titel: Das Honigmädchen

Autorin: Claudia Winter

Verlag und Bildrechte: Goldmann

Seitenzahl: 448

Preis TB: 9,99 € (D)

Preis eBook: 9,99 € (D)

ISBN: 978-3442485741

 

Status: Rezensionsexemplar

 

Foto: © Monika Schulze

Cover: Goldmann Verlag

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