Historischer Roman,  Rezension

Das Waisenmädchen und der Lord

Früher habe ich sehr gerne historische Romane gelesen, habe sie dann mit den ganzen Fantasy-Bücher jedoch etwas aus den Augen verloren. Da kam mir der neue Regency-Romane von Laura Gambrinus genau recht.   Inhalt Einem Sterbenden einen Wunsch abschlagen ist unmöglich. Das muss auch Lord Rennison, Marquess of Marlborough am eigenen Leib erfahren, als ein Kamerad ihn am Sterbebett bittet, die Vormundschaft für seine Tochter Alice zu übernehmen. Deshalb lässt er ein Kinderzimmer einrichten, einen Spielplatz bauen und stellt ein Kindermädchen ein. Als jedoch eine junge Frau aus der Kutsche aussteigt, wird Rennison bewusst, dass er sich völlig geirrt hat.…
Mit „Das Waisenmädchen und der Lord“ bekommt man einen schönen und unterhaltsamen Regency-Roman, in dem man keine historischen Fakten findet, der dafür jedoch einfach nur Spaß macht.

Zusammenfassung

5 / 5 Sternen

5

Mit „Das Waisenmädchen und der Lord“ bekommt man einen schönen und unterhaltsamen Regency-Roman, in dem man keine historischen Fakten findet, der dafür jedoch einfach nur Spaß macht.

Früher habe ich sehr gerne historische Romane gelesen, habe sie dann mit den ganzen Fantasy-Bücher jedoch etwas aus den Augen verloren. Da kam mir der neue Regency-Romane von Laura Gambrinus genau recht.

 

Inhalt
Einem Sterbenden einen Wunsch abschlagen ist unmöglich. Das muss auch Lord Rennison, Marquess of Marlborough am eigenen Leib erfahren, als ein Kamerad ihn am Sterbebett bittet, die Vormundschaft für seine Tochter Alice zu übernehmen.
Deshalb lässt er ein Kinderzimmer einrichten, einen Spielplatz bauen und stellt ein Kindermädchen ein. Als jedoch eine junge Frau aus der Kutsche aussteigt, wird Rennison bewusst, dass er sich völlig geirrt hat.
Jetzt gilt es, einen passenden Ehemann für Alice zu finden und das möglichst schnell, damit er die Verantwortung für diese widerspenstige junge Frau in andere Hände abgeben kann. Doch plötzlich scheint ihm kein Bewerber gut genug für ihn oder Alice zu sein und bald muss er sich eingestehen, dass das Mädchen sein Leben nicht nur auf eine Art durcheinandergewirbelt hat … .

 

Meine Meinung
Das Buch beginnt damit, dass Alice erfährt, dass sie zu ihrem Vormund geschickt werden soll und welcher Ruf diesem vorauseilt. Von ihren Zieheltern wird sie auch gleich ordentlich „geimpft“, dass sie dem Marquess ja nicht auffallen und sich bedeckt halten soll. Bei dieser Warnung wird schnell klar, dass Alice eigentlich zu „modern“ für ihre Zeit ist. Sie ist klug und selbstbewusst, wissensdurstig und sogar ein bisschen frech. Die junge Frau denkt gar nicht daran, nur ein hübsches Accessoire an der Seite ihres Mannes zu sein. So ein bisschen erinnerte sie mich ja an die Heldinnen aus den Jane Austen Romanen und damit hatte sie mein Herz natürlich im Sturm erobert. Ich mag es, wenn junge Frauen auch in historischen Settings ihren Weg gehen und sich gegen die Regeln der Männerwelt auflehnen.
Auch Rennison mochte ich auf Anhieb. Zwar eilt ihm ein schlechter Ruf voraus, doch natürlich weiß man sofort, dass mehr dahinter steckt, als man zu Beginn erfährt. Im Krieg hat er Schreckliches erlebt und leidet seitdem unter den Folgen. Damit bringt die Autorin Laura Gambrinus auch ein ernstes Thema in diese nette, heitere Geschichte, was ich toll fand.
Als Alice und Rennison schließlich aufeinandertreffen kommt es zu einigen humorvollen Szenen. Vor allem die Wortgefechte zwischen den beiden Protagonisten fand ich wirklich sehr erheiternd. Ich hatte so viel Spaß beim Lesen.
Auch das Setting mochte ich sehr gerne. Die Regency-Zeit hat mich schon immer fasziniert. Gemeinsam mit Alice fand ich mich auf Teeparties und Bällen wieder, begleitete sie beim Spaziergang mit ihrer Anstandsdame und beobachtete sie beim Gespräch mit ihrem Tischnachbarn bei einem Dinner. Laura Gambrinus lässt mit ihren Beschreibungen diese Zeit wieder lebendig werden, so dass es für mich fast so war, als würde ich mir einen Film ansehen. Natürlich passt auch der Schreibstil perfekt in diese Zeit, so dass die Geschichte authentisch ist und trotzdem unterhaltsam.
Natürlich ist so ein Buch immer auch vorhersehbar, doch das weiß man schon vorher und ist in diesem Fall meiner Meinung nach auch gar nicht relevant, denn die Geschichte ist trotzdem sehr unterhaltsam und macht einfach nur Spaß.

 

Fazit
Mit „Das Waisenmädchen und der Lord“ bekommt man einen schönen und unterhaltsamen Regency-Roman, in dem man keine historischen Fakten findet, der dafür jedoch einfach nur Spaß macht. Die Beschreibungen von Laura Gambrinus sind dabei so bildhaft, dass bei mir während des Lesens direkt ein Film ablief. Diese Geschichte hat mich super unterhalten, gerne mehr davon.

 


Titel: Das Waisenmädchen und der Lord

Autorin und Bildrechte: Laura Gambrinus

Seitenzahl: 283

Preis: 9,99 € (D)

ISBN: 978-1717968159

 

 

Status: Rezensionsexemplar

 

Foto: © Monika Schulze

Coverrechte: ©

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