Liebesgeschichte,  Rezension

Jeden Tag ein neuer Himmel

Inhalt Fast ein Jahr ist es jetzt her, dass Charlotte ihre Tochter Daisy verloren hat. Doch der Schmerz sitzt immer noch tief und ist ihr ständiger Begleiter. Kein Wunder, dass sie also bei Sams Lied namens „Daisy“ mitten auf der Straße anfängt zu weinen. Der Straßenmusiker ist so berührt von ihrer Reaktion auf seinen Song, dass er sie anspricht. Er muss sie einfach kennenlernen, denn nie zuvor hat er jemanden mit seinen Worten so berührt. Bald schon gelingt es Sam Charlotte ein wenig aus ihrem Schneckenhaus hervorzulocken. Doch der Krankenschwester fällt es schwer, wieder jemanden in ihr Leben zu lassen…
Violet Thomas ist es mit ihrem Buch gelungen, mir auf nur wenigen Seiten so viele Emotionen zu entlocken. Ich habe gelacht und geliebt, gestaunt und gelitten, gebangt, gehofft und schließlich Rotz und Wasser geheult. Eine Geschichte, die wirklich unter die Haut geht.

Zusammenfassung

5 / 5 Sternen

5

Violet Thomas ist es mit ihrem Buch gelungen, mir auf nur wenigen Seiten so viele Emotionen zu entlocken. Ich habe gelacht und geliebt, gestaunt und gelitten, gebangt, gehofft und schließlich Rotz und Wasser geheult. Eine Geschichte, die wirklich unter die Haut geht.

Inhalt
Fast ein Jahr ist es jetzt her, dass Charlotte ihre Tochter Daisy verloren hat. Doch der Schmerz sitzt immer noch tief und ist ihr ständiger Begleiter. Kein Wunder, dass sie also bei Sams Lied namens „Daisy“ mitten auf der Straße anfängt zu weinen.
Der Straßenmusiker ist so berührt von ihrer Reaktion auf seinen Song, dass er sie anspricht. Er muss sie einfach kennenlernen, denn nie zuvor hat er jemanden mit seinen Worten so berührt.
Bald schon gelingt es Sam Charlotte ein wenig aus ihrem Schneckenhaus hervorzulocken. Doch der Krankenschwester fällt es schwer, wieder jemanden in ihr Leben zu lassen und zu vertrauen. Und gerade als sie beginnt sich zu öffnen, schlägt das Schicksal erneut zu … .

 

Meine Meinung
Zu Beginn des Buches lernt man Charlotte kennen, wie sie gerade an einem Kinderhospiz eine neue Arbeit beginnt. Der Todestag ihrer Tochter Daisy liegt fast ein Jahr zurück und sie versucht wieder ein wenig Normalität in ihr Leben zu bekommen. Mich hat Charlotte sofort in den Bann gezogen. Unwillkürlich fragte ich mich, wie man es überleben kann, ein Kind zu verlieren und die junge Frau beantwortet mir die Frage in so vielen Situationen und vor allem zwischen den Zeilen, nämlich: gar nicht. Es bleibt einem eben nichts anderes über, als weiterzumachen, irgendwie und zu lernen, damit zu leben, irgendwie. Es hat mich wirklich beeindruckt, wie Charlotte mit ihrem Verlust umgeht. Sie hat sich verschiedene Strategien zurechtgelegt, die mal besser klappen und mal weniger gut, denn manchmal überfällt sie einfach die Dunkelheit und sie kann nichts dagegen tun. Sehr einfühlsam beschreibt die Autorin hier den Umgang mit solch einem schrecklichen Verlust, der an mein Mutterherz gerührt hat. Es ist einfach unvorstellbar für mich. Charlottes Gefühle haben mir die Luft abgeschnürt, die Brust eng gemacht und mir in der Seele wehgetan, so authentisch hat Violet Thomas die Emotionen geschildert. Trotz allem ist das Buch nicht schwermütig oder deprimierend.
Das mag vielleicht auch an Sams Sichtweise auf das Leben liegen. Er trotzt nämlich allen Konventionen und macht das, was er liebt: Er folgt seiner großen Leidenschaft, der Musik. Und auch, wenn der große Erfolg bis jetzt ausgeblieben ist, zweifelt er nicht an seinem Weg. Überhaupt fand ich, dass er ein hoffnungsloser Optimist ist, der das Leben trotz Widrigkeiten liebt und immer das Beste aus seiner Situation macht. Seine Sicht auf die Welt tut unglaublich gut und das nicht nur Charlotte, sondern auch dem Leser. Ich habe ihn sofort in mein Herz geschlossen, auch, wenn ich selbst so ganz anders bin, als er und nicht immer jede seiner Handlungen verstehen konnte.
Und dann gibt es da noch ein paar ganz tolle Nebencharaktere, wie z.B. Emily, die beste Freundin von Charlotte, die dieser immer zur Seite steht, ihr aber auch die Freiräume lässt, die sie braucht. Oder Hamish, einer von Charlottes Patienten, der trotz dem ganzen Leid, das er erfahren hat, ein so sonniges Gemüt hat. Er ist meine absolute Lieblingsfigur in dem Buch, weil er es geschafft hat, mich auf nur wenigen Seiten zu so vielen Emotionen zu verleiten. Ich habe mit ihm gelacht und gelitten, geliebt und geweint. Er ist ein so unglaublich tapferer, ehrlicher und warmherziger kleiner Junge, der mich tief berührt hat und den ich so schnell sicher nicht mehr vergessen werde.
Doch neben den Charakteren hat mich auch die Handlung überzeugt. Allein Charlottes Arbeit im Kinderhospiz ist sehr bewegend. Ich konnte nicht ganz verstehen, dass sie nach ihrem eigenen Verlust damit umgehen kann, weitere Kinder zu verlieren, aber ihr hat ihre Tätigkeit geholfen, den Tod ihrer eigenen Tochter zu verarbeiten. Ich bewundere Menschen, die in so einem Beruf arbeiten können. In meiner Arbeit werde ich zwar auch häufiger, als mir lieb ist, mit dem Tod konfrontiert, aber bis jetzt war ich zum Glück nie so nahe dran, denn für mich wäre das unglaublich schwer. Das zeigt wieder einmal, wie erstaunlich Charlotte ist.
Auch Sams Arbeit hat es wirklich in sich, denn mit seinem Job als Straßenmusiker ist es alles andere als leicht. Gut, dass er von seinem Bruder Unterstützung bekommt, um seinen Traum zu leben, anders wäre es nämlich gar nicht möglich. Doch obwohl ich selbst total unmusikalisch bin, fand ich es schön, wie Sam für seinen Traum gekämpft und dafür auch Abstriche gemacht hat.
Als die beiden aufeinandertreffen entwickelt sich eine zarte Liebe, die mit jedem Treffen etwas mehr wächst. Ich fand es sehr schön, dass Charlotte erst einmal etwas Zeit gebraucht hat, um wieder jemanden in ihr Leben zu lassen. So konnte ich die Leibesgeschichte gut nachvollziehen und mich vollkommen auf sie einlassen. Ich fand es unglaublich schön zu beobachten, wie sich die beiden immer mehr aufeinander eingelassen, wie sie das Leben des jeweils anderen verändert haben und schließlich auch die Zukunft des anderen. Eine intensive und wirklich schöne Liebesgeschichte.
Die Story hat mir jedoch nicht nur einen wohligen Schauer nach dem nächsten über den Rücken gejagt und mich mit diesem warmen Gefühl im Bauch zurückgelassen, ich habe auch Rotz und Wasser geheult. Da sieht man, wie sehr mich Violet Thomas mit ihrer Geschichte bewegt und berührt hat. Dieses Buch ging mir wirklich sehr unter die Haut und ich bin froh, dass ich es lesen durfte.

 

Fazit
Violet Thomas hat mich mit „Jeden Tag ein neuer Himmel“ tief berührt. Die Charaktere sind so authentisch und gehen mit ihrer Geschichte unter die Haut. Als sie aufeinandertreffen merkt man sofort, dass hinterher nichts mehr so sein wird, wie vorher. Es ist eine Liebe, die alles verändert und dem Leser ein wohlig warmes Gefühl im Bauch beschert. Doch nicht nur die Liebesgeschichte hat mich bewegt, auch die restliche Handlung hat mich mitgenommen und ich habe Rotz und Wasser geheult. Ein Buch, dem es gelang, auf nur wenigen Seiten ganz viele Emotionen bei mir zu erzeugen. Ich bin froh, dass ich es lesen durfte.

Titel: Jeden Tag ein neuer Himmel

Autorin: Violet Thomas

Verlag und Coverrechte: Bastei Lübbe

Seitenzahl: 320

Preis eBook: 8,99 € (D)

Preis TB: 12,90 € (D)

ISBN: 978-3404179992

 

Status: Rezensionsexemplar

Foto: ©Monika Schulze

Coverrechte: Bastei Lübbe

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