Familiengeschichte,  Rezension,  Werbung

Zeit der wilden Rosen

Schon als ich den Klappentext zum ersten Mal gelesen habe, war für mich klar, dass ich dieses Buch haben muss. Ich liebe Geschichten, die auf zwei Zeitebenen spielen und in denen es um ein Familiengeheimnis geht und war deshalb sehr gespannt, was sich in diesem Buch alles enthüllen würde.   Inhalt Aufgrund ihrer epileptischen Anfälle wird Caitlin in das Sanatorium Rose Hill in Südengland eingeliefert. Auch wenn das Anwesen wunderschön ist und die Rosen im Garten die junge Frau geradezu magisch anziehen, täuscht das nicht über die menschenunwürdige Behandlung und die brutalen Therapiemethoden hinweg, die den Patienten auf Rose Hill…
Dieses Buch hat mich wirklich verzaubert. Beide Erzählebenen haben ihren eigenen Charme, ihre spannenden und emotionalen Momente und ihre beeindruckenden Charaktere. Dazu kommen ein gewisser Gruselfaktor, jede Menge Spannung und ein flüssiger Schreibstil. Diese Mischung hat schnell eine Sogwirkung bei mir erzeugt, der ich mich erst entziehen konnte, als ich am Ende des Buches angekommen war.

Zusammenfassung

5 / 5 Sternen

5

Dieses Buch hat mich wirklich verzaubert. Beide Erzählebenen haben ihren eigenen Charme, ihre spannenden und emotionalen Momente und ihre beeindruckenden Charaktere. Dazu kommen ein gewisser Gruselfaktor, jede Menge Spannung und ein flüssiger Schreibstil. Diese Mischung hat schnell eine Sogwirkung bei mir erzeugt, der ich mich erst entziehen konnte, als ich am Ende des Buches angekommen war.

Schon als ich den Klappentext zum ersten Mal gelesen habe, war für mich klar, dass ich dieses Buch haben muss. Ich liebe Geschichten, die auf zwei Zeitebenen spielen und in denen es um ein Familiengeheimnis geht und war deshalb sehr gespannt, was sich in diesem Buch alles enthüllen würde.

 

Inhalt
Aufgrund ihrer epileptischen Anfälle wird Caitlin in das Sanatorium Rose Hill in Südengland eingeliefert. Auch wenn das Anwesen wunderschön ist und die Rosen im Garten die junge Frau geradezu magisch anziehen, täuscht das nicht über die menschenunwürdige Behandlung und die brutalen Therapiemethoden hinweg, die den Patienten auf Rose Hill angediehen werden. Caitlin will sich das nicht einfach gefallen lassen und kämpft für sich und ihre Mitinsassen. Unerwartete Hilfe scheint sie dabei von dem neuen Arzt zu bekommen. Doch dieser hat seine ganz eigenen Gründe, sich auf Rose Hill aufzuhalten … .
Als die junge Ärztin Dalina erfährt, dass in England ein unangetretenes Erbe ihrer Großmutter Caitlin wartet, packt sie kurzerhand die Koffer, um sich selbst ein Bild davon zu machen. Sofort ist sie von dem zwar runtergekommenen, aber doch schönen Anwesen fasziniert und begibt sich auf Spurensuche. Was hat ihre Großmutter wohl im Rose Hill Sanatorium erlebt und wieso ist sie nie wieder nach England zurückgekehrt? Je mehr Dalina erfährt, desto mehr muss sie sich fragen, ob sie ihre Großeltern wirklich richtig gekannt hat … .

 

Meine Meinung
Die Geschichte beginnt mit Caitlin, die gemeinsam mit ihrem Vater im Sanatorium ankommt, in das sie aufgrund ihrer epileptischen Anfälle eingeliefert werden soll. Sofort hatte ich das Gefühl, dass Caitlin eine sehr starke junge Frau ist. Obwohl sie eigentlich nicht auf Rose Hill bleiben will, fügt sie sich doch, ganz die brave Tochter, erst einmal in ihr Schicksal. Doch nicht lange, dann fängt sie an, sich gegen die ungerechte Behandlung aufzulehnen und versucht das Leben aller Insassen angenehmer zu machen. Mir gefiel Caitlin auf jeden Fall auf Anhieb sehr gut und ich freute mich, dass ihre Kapitel in Ich-Form erzählt wurden, da ich so noch tiefer in ihre Gedanken- und Gefühlswelt eintauchen konnte.
Gleich nachdem ich Caitlins Perspektive gelesen hatte, war ich etwas skeptisch, ob Serena Avanlea es schaffen würde, mich auch mit Dalinas Sicht überzeugen zu können. Caitlin ist so eine starke junge Frau, dagegen konnte Dalina doch nur blass bleiben … falsch gedacht! Zwar ist die Ärztin ganz anders als ihre Großmutter, aber nicht weniger eindrucksvoll. Anfangs hatte ich etwas das Gefühl, als hätte sie ihren Platz in der Welt noch nicht ganz gefunden, aber trotzdem mochte ich auch sie sofort und freute mich darauf erleben zu dürfen, wie sie sich im Laufe der Geschichte entwickelt und genau das tut sie. Ich denke, die Autorin hat sich bewusst dazu entschieden, Dalina etwas Raum zu geben, denn so bleibt auch ihre Geschichte bis zum Ende spannend. Das führte dazu, dass ich tatsächlich mit beiden Frauen mitgefiebert habe und mich gar nicht entscheiden konnte, welche Sichtweise ich lieber gelesen habe. Zum Glück wechseln die Kapitel immer von einer zur anderen. Etwas fies waren jedoch die Cliffhanger, die jeweils am Ende eines Kapitels auf den Leser warteten, aber diese sind ein perfektes Stilmittel für diese Geschichte, denn so kann man gar nicht anders, als immer weiter und weiter zu lesen. Damit entsteht eine richtige Sogwirkung und man klebt förmlich an den Seiten.
Das liegt jedoch sicher auch an der Spannung, die sich immer weiter aufbaut. Je länger man liest, desto klarer wird, dass hinter Rose Hill viel mehr steckt, als man vermutet und dass auch Dalinas Geschichte voller Geheimnisse ist, die es zu entdecken und aufzudecken gilt. Dabei spielt Serena Avanlea auch ein bisschen mit dem Bild, das sich viele sicher von einem Sanatorium in dieser Zeit gemacht haben. Für mich ist das jedenfalls der Stoff aus dem die Horrorfilme sind und das hat mir so einige Male eine Gänsehaut beim Lesen beschert. Hier ist der Gruselfaktor garantiert.
Doch neben all der Spannung und dem Gänsehautfeeling kommen auch die Gefühle nicht zu kurz. Dabei haben es mir die Insassen des Sanatoriums besonders angetan. Diese haben nämlich alle eine eigene Geschichte und bringen ihre Besonderheiten mit. Da bilden sich Freundschaften und vor allem Caitlin setzt sich sehr für ihre Mitmenschen ein, was mich wirklich bewegt und berührt hat. So entsteht ganz nebenbei noch einmal eine ganz neue Geschichte innerhalb des Hauptgeschehens, die den Leser sehr mitnimmt und mich auch einige Tränen gekostet hat.
Und auch die Liebe kommt in dieser Geschichte nicht zu kurz. Zwar liegt das Hauptaugenmerk ganz klar auf dem Familiengeheimnis, aber trotzdem hat jede Erzählschienen ihre eigene Lovestory, die mich voll und ganz überzeugen konnte. Natürlich sind diese etwas vorhersehbar, was ich jedoch nicht weiter schlimm fand, eben weil diese nicht das Hauptthema des Buches sind. So konnte ich die Schmetterlinge im Bauch richtig genießen und mir so manchen entzückten Seufzer nicht verkneifen.
Auch das Ende des Buches hat mich richtig begeistert. Die Geheimnisse wurden gelüftet und es gab einen sehr schönen und emotionalen Moment am Schluss, der mich dieses Buch bewegt zuklappen ließ.

 

Fazit
„Zeit der wilden Rosen“ von Serena Avanlea hat mich vollkommen verzaubert. Beide Erzählebenen haben ihren eigenen Charme, ihre spannenden und emotionalen Momente und ihre beeindruckenden Charaktere. Ich konnte mich gar nicht entscheiden, in welcher Zeit und bei welcher Protagonistin ich lieber verweilen wollte. Doch lange hielt es mich sowieso nicht an einem Ort, denn die Geschichte entwickelte eine regelrechte Sogwirkung, die mich immer weiter und weiter lesen ließ. Ich wollte unbedingt dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen und erfahren, was wirklich hinter der Geschichte steckte. Dazu kommen noch ein gewisser Gruselfaktor und jede Menge Emotionen, die sich so auf mich übertrugen, dass ich selbst ein paar Tränen vergossen habe.
Mit diesem Buch hat mich Serena Avanlea so begeistert, dass ich auf jeden Fall noch mehr aus der Feder dieser begabten Autorin lesen werde.

Titel: Zeit der wilden Rosen

Autorin und Bildrechte: Serena Avanlea

Seitenzahl: 316

Preis eBook: 2,99 € (D)

ASIN: B07NC9JB78

 

 

Status: Rezensionsexemplar

Foto: © Monika Schulze

Coverrechte: Serena Avanlea

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