Familiengeschichte,  Rezension

Das geheime Lächeln

Als mich die Autorin Bettina Storks angeschrieben und gefragt hat, ob ich ihr Buch lesen wolle, war ich sehr überrascht, denn ich hatte noch nie von diesem Buch gehört und das, obwohl es genau zu meinem Lesegeschmack passt. Ich liebe diese Art von Geschichten und freute mich deshalb sehr, dass ich "Das geheime Lächeln" lesen durfte.   Inhalt: Zufällig entdeckt die Journalistin Emilia in einem Auktionskatalog das Porträt einer jungen Frau, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Bei der Porträtierten kann es sich eigentlich nur um ihre Großmutter Sophie handeln, die in den 1930er-Jahren in Frankreich gelebt hat. Von ihrer…
Eine einzigartige Familiengeschichte, die ich von Anfang bis Ende genossen habe. Dabei haben mich nicht nur die Schicksale der Protagonisten berührt, sondern auch der poetische Schreibstil der Autorin verzaubert.

Zusammenfassung

5 / 5 Sternen

5

Eine einzigartige Familiengeschichte, die ich von Anfang bis Ende genossen habe. Dabei haben mich nicht nur die Schicksale der Protagonisten berührt, sondern auch der poetische Schreibstil der Autorin verzaubert.

Als mich die Autorin Bettina Storks angeschrieben und gefragt hat, ob ich ihr Buch lesen wolle, war ich sehr überrascht, denn ich hatte noch nie von diesem Buch gehört und das, obwohl es genau zu meinem Lesegeschmack passt. Ich liebe diese Art von Geschichten und freute mich deshalb sehr, dass ich “Das geheime Lächeln” lesen durfte.

 

Inhalt:

Zufällig entdeckt die Journalistin Emilia in einem Auktionskatalog das Porträt einer jungen Frau, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Bei der Porträtierten kann es sich eigentlich nur um ihre Großmutter Sophie handeln, die in den 1930er-Jahren in Frankreich gelebt hat.
Von ihrer Mutter Pauline erfährt Emilia jedoch leider nichts, denn diese leidet an Gedächtnislücken und möchte auch nicht über ihre Familiengeschichte sprechen. Deshalb macht sich die Frau auf den Weg in die Provence, um dort mehr über ihre Großmutter herauszufinden.
Dort taucht sie jedoch nicht nur tiefer in die Vergangenheit ein, sondern erfährt gleichzeitig auch mehr über sich selbst … .

 

Meine Meinung:

Anfangs begegnet man Sophie und erhält einen kleinen Einblick in ihr Leben, ohne jedoch wirklich etwas über sie zu erfahren.
Schon auf den ersten Seiten merkt man, dass die Autorin Bettina Storks einen wirklich einzigartigen Schreibstil besitzt. Sie bedient sich vieler Metaphern, nutzt kurze unvollständige Sätze und spielt mit verschiedenen Sprichworten und Ausdrücken. Die Sprache in „Das geheime Lächeln“ ist keines Wegs als einfach zu bezeichnen, im Gegenteil, ich würde sie fast schon poetisch nennen. Trotz allem liest sich das Buch sehr flüssig, aber gerade wegen diesem wundervollen Schreibstil, genießt man die Geschichte noch mehr. Dieses Buch zeigt eindeutig, dass die Autorin ihr Handwerk versteht. Ich liebe es jedenfalls, wenn ein Schriftsteller so gut mit Sprache umgehen kann.
Nach dem Prolog, bei dem man Sophie begleitet, taucht man in Emilias Leben in die Gegenwart ein und erfährt, dass auch diese Frau es gerade nicht einfach hat. Ihr Leben ist momentan gehörig durcheinander und dann sieht sie auch noch das Porträt ihrer Großmutter und ihre Neugierde ist geweckt. Doch Emilia ist kein Mensch, der sofort impulsive reagiert und trotzdem lässt ihr das alles keine Ruhe und sie beschließt, sich auf die Suche nach Antworten zu machen. Die Protagonistin gefiel mir wirklich sehr gut. Sie ist eine Frau mittleren Alters, hat zwei erwachsene Söhne und ist selbstständig als Journalistin tätig. Mir gefiel ihre Art die Dinge anzugehen, ich konnte ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen und ihren Drang, nach ihren Wurzeln zu fahnden verstehen. Und obwohl die Geschichte in der dritten Person erzählt wird, fühlte ich mich Emilia sehr nahe und tauchte so noch tiefer in die Geschichte ein.
Sehr gut gefiel mir auch, dass man nicht nur Sophie und Emilia begleitet, sondern auch noch eine weitere Sichtweise miterleben darf. Dadurch wird die Story noch runder und trotzdem gelingt es Bettina Storks sehr gut, all ihre Geheimnisse bis zum Schluss zu bewahren. Das ist meiner Meinung nach auch eine große Kunst. Denn die Autorin streut immer nur Hinweise, verrät immer nur einen Teil der Ereignisse und mit jeder Frage, die sie beantwortet, werden neue aufgeworfen. So rätselte ich bis zum Schluss mit, was Sophie wirklich passiert sein könnte und wie die Geschichte von Emilia und ihrer Mutter Pauline ausgehen würde. Dadurch ist das Buch wirklich vom Anfang bis zum Ende spannend und ich konnte gar nicht aufhören zu lesen, da ich so gerne wissen wollte, welches Schicksal sich die Autorin für ihre Protagonisten ausgedacht hat.
Dabei hat mich das Buch so mitgerissen, dass ich teilweise wirklich die Luft anhielt, dass mir der Atem stockte, dass ich gelacht und sogar geweint habe. Auch, wenn es nicht DEN großen Skandal gab, hat mich die Geschichte doch sehr berührt. Dabei geht es nicht nur um Liebe und Freundschaft, sondern auch um Vertrauensverrat, wieviel eine Liebe aushält, was man bereit ist, für das Wohl seiner Kinder zu tun, ob es nur eine große Liebe gibt, wie viel Schmerz ein Mensch erdulden kann und wie anders das eigene Leben verläuft, wenn man seine Wurzeln nicht kennt. In dieser Geschichte steckt so vieles, das man anfangs gar nicht erahnen kann, das mich aber immer wieder zum Grübeln gebracht hat.

 

Fazit:

Bei „Das geheime Lächeln“ handelt es sich um ein Buch, dass man nicht einfach nur wegliest, sondern das in einem arbeitet und einen sehr bewegen kann, wenn man sich darauf einlässt. Dabei haben mich nicht nur die Schicksale der Protagonisten berührt, sondern auch der poetische Schreibstil von Bettina Storks, die ihr Handwerk wirklich mehr als versteht. Eine einzigartige Familiengeschichte, die ich auf jeder Seite genossen habe.

Titel: Das geheime Lächeln

Autor/in: Bettina Storks

Verlag und Bildrechte: Randomhouse / Diana

Seitenzahl: 480

Preis TB: 9,99 € (D)

Preis eBook: 8,99 € (D)

ISBN: 978-3453359741

 

Status: Rezensionsexemplar

 

Foto: © Monika Schulze

Coverrechte: © Diana Verlag

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