Rezension

[Rezension] These Broken Stars – Lilac und Tarver

Cover 

 Titel: These Broken Stars – Lilac und Tarver
 Autor/in: Amie Kaufman und Meagan Spooner
 Übersetzer/in: Stefanie Frida Lemke 
 Verlag: Carlsen
 Seitenzahl: 486
 Preis: 19,99 € (D)
 Cover / Bildrechte: Carlsen Verlag

Lilac befindet sich auf der Icarus, das größte und luxuriöseste Raumschiff, das ihr Vater je gebaut hat. Als Tochter des reichsten Mannes hat Lilac einige Privilegien, aber auch Pflichten, die sie einengen. 
Auf der Icarus begegnet sie Tarver, einem Soldaten, der aus einfachen Verhältnissen stammt, jedoch durch Kriegsverdienste in die feine Gesellschaft aufgestiegen ist. 
Die beiden sind sich sofort sympathisch, doch mehr als ein kurzes Gespräch kann es zwischen ihnen nicht geben. Jedenfalls nicht bis zu dem Zeitpunkt, als die Icarus abstürzt und Lilac und Tarver auf einem unbekannten Planeten landen.
Jetzt müssen sie nämlich zusammenhalten, denn es geht um mehr als nur die verschiedenen Schichten, aus denen sie stammen, es geht ums nackte Überleben … .
Als ich den Klappentext las, war klar, dass ich dieses Buch haben muss, denn ich liebe SciFi-Bücher. 
Anfangs findet man sich mit Lilac und Tarver auf der Icarus wieder und erlebt hautnah mit, wie die beiden sich kennenlernen und was für einen familiären Hintergrund sie mitbringen. Dabei fand ich es richtig toll, dass die Geschichte abwechselnd aus Lilacs und Tarvers Sicht geschrieben ist. So kann man beide Protagonisten gleichzeitig besser und intensiver kennenlernen. Ich genoss es, sowohl in die Gedanken von Lilac, als auch die von Tarver eintauchen zu können. Damit erhielt ich einen super Einblick in das Leben, Denken und Fühlen der Beiden und konnte mich mit ihnen identifizieren. Ich muss sagen, dass ich die Protagonisten gleichermaßen sympathisch fand und mich gar nicht entscheiden kann, welche Sicht ich lieber gelesen habe.
Lange lassen sich die beiden Autorinnen jedoch nicht Zeit, bis auf der Icarus etwas schiefläuft und obwohl ich ja aus dem Klappentext schon wusste, dass das Raumschiff abstürzen würde, hab ich doch die Luft angehalten. Die Panik der Leute war nahezu greifbar. Ich hatte das Gefühl, als wäre ich selbst auf der Icarus und würde mit Lilac und Tarver nach einer Rettungskapsel suchen. Dabei hab ich regelrecht die Luft angehalten, so angespannt waren meine Nerven, so aufreibend die Situation. Amy Kaufmann und Meagan Spooner ist es wirklich sehr gut gelungen, die Atmosphäre einzufangen und den Leser mitzureißen.
Als Lilac und Tarver schließlich auf dem fremden Planeten landen, hat man etwas Zeit, um auszuatmen. Gemeinsam erkunden sie die Gegend und ich muss gestehen, ich habe immer gewartet, dass etwas passiert, dass Action in die Geschichte kommt, doch was dann passierte, hat mich ehrlich überrascht. Mit so etwas hab ich so gar nicht gerechnet. Anfangs hatte ich Angst, es würde etwas langweilig werden, aber diese Entwicklung war durchaus spannend und interessant.
Den halben Punkt ziehe ich für eine ganz bestimmte Sache ab, die ich hier aus Spoilergründen leider nicht nennen kann, die ich mir jedoch anders gewünscht hätte und noch nicht so recht einzuordnen weiß. Jetzt bin ich einfach gespannt, was die Autorinnen in der Fortsetzung aus dieser Begebenheit machen werden ;) 
Das Ende ist in meinen Augen erst einmal schön rund, lässt aber auf jeden Fall noch jede Menge Platz für die Fortsetzung, die ich mir auf keinen Fall entgehen lassen werde.

„These Broken Stars“ ist ein spannendes SciFi-Abenteuer, das es wirklich in sich hat. Sympathische Protagonisten, unerwartete Entwicklungen und Wendungen und ein Ende, das sehr viel Raum für noch mehr Gänsehautfeeling lässt. Ein richtig tolles Buch, das mich in seinen Bann gezogen hat.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Sterne von 5. 

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