Rezension

Bernsteinsommer

    *Werbung / Rezensionsexemplar   Inhalt Christina hat sich nach ihrer Ausbildung zur Konditorin einen Traum erfüllt und ihr eigenes Café eröffnet. Dort an den Wänden hängen Bilder, die ihr Vater gemalt hat. Das macht er jedoch nicht mehr, seit bei ihm Alzheimer diagnostiziert wurde und er im Pflegeheim lebt. Als er eines Tages nach seinen Malkreiden fragt, entdeckt Christina unter all seinen alten Werken Ölgemälde, die nicht von ihm stammen. Doch wer hat sie gemalt? Auf der Suche nach ihrer Familiengeschichte macht sich die junge Frau auf nach Rügen und findet dort sogar Antworten auf Fragen, die sie…
Dieses Mal widmet Anne Barns sich in ihrem Buch einem sehr ernsten Thema: Alzheimer. Trotz allem ist das Buch nicht bedrückend, sondern strahlt die typische Wohlfühlatmosphäre aus, die ich schon von anderen Büchern der Autorin kenne und so liebe.

Zusammenfassung

5 / 5 Sternen

5

Dieses Mal widmet Anne Barns sich in ihrem Buch einem sehr ernsten Thema: Alzheimer. Trotz allem ist das Buch nicht bedrückend, sondern strahlt die typische Wohlfühlatmosphäre aus, die ich schon von anderen Büchern der Autorin kenne und so liebe.

 

 

*Werbung / Rezensionsexemplar

 

Inhalt
Christina hat sich nach ihrer Ausbildung zur Konditorin einen Traum erfüllt und ihr eigenes Café eröffnet. Dort an den Wänden hängen Bilder, die ihr Vater gemalt hat. Das macht er jedoch nicht mehr, seit bei ihm Alzheimer diagnostiziert wurde und er im Pflegeheim lebt.
Als er eines Tages nach seinen Malkreiden fragt, entdeckt Christina unter all seinen alten Werken Ölgemälde, die nicht von ihm stammen. Doch wer hat sie gemalt? Auf der Suche nach ihrer Familiengeschichte macht sich die junge Frau auf nach Rügen und findet dort sogar Antworten auf Fragen, die sie gar nicht gestellt hat.

 

Meine Meinung
Ich war gerade kurz vor einer Leseflaute, da habe ich zu „Bernsteinsommer“ gegriffen, weil die Bücher von Anne Barns für mich immer ein Garant für ein paar schöne Lesestunden sind.
Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht. Erst einmal finden wir uns 1917 wieder. Zwar wusste ich nicht, wer die Charaktere aus diesem Kapitel sind, war aber sofort in der Geschichte drin.
Danach springen wir zu Christina und ihrer Mutter. Wir erfahren von der Krankheit ihres Vaters und wie die beiden damit umgehen. Ich finde es wirklich bewundernswert, wie die beiden die Diagnose aufgenommen haben und sich damit arrangieren. Trotzdem merkt man, dass es für alle nicht leicht ist und ich stelle mir das auch schrecklich vor, wenn der eigene Vater einen nicht mehr erkennt. Anne Barns geht wirklich sehr sensibel mit diesem Thema um, verschönert aber nichts, so dass man sehr gut nachvollziehen kann, wie Christina, ihr Bruder und ihre Mutter sich fühlen müssen. Doch obwohl es mich ein bisschen traurig gemacht hat zu sehen, wie Gregor immer mehr von seinen Erinnerungen verliert, hat mich das Buch nie betrübt. Im Gegenteil, trotz allem strahlt es wieder diese Wohlfühlatmosphäre aus, die ich aus den anderen Büchern der Autorin schon kenne und liebe. Es zeigt, dass im Leben nicht immer alles gut läuft, dass es aber immer einen Weg gibt. Mich hat sie tatsächlich mit dem Thema Alzheimer sehr bewegt und berührt.
Dieses Mal hat mich Anne Barns aber auch mit ihrer Liebesgeschichte sehr überrascht. Die Protagonisten kennen sich nämlich schon seit Jahren, aber jetzt erst funkt es zwischen ihnen und dann geht es plötzlich ganz schnell. Manchem Leser könnte das vielleicht ein bisschen zu schnell sein, aber wenn man die Geschichte der beiden kennt, dann finde ich das völlig passend. Und man darf auch nicht vergessen, dass die Protagonisten keine Teenager mehr sind, die die Liebe gerade erst für sich entdecken. Sie sind Erwachsene, die auch schon ihr eigenes Päckchen mit sich herumtragen. Ich finde da hat man auch einen anderen Umgang mit der Liebe.
Als Christina sich auf die Suche nach ihrer Familiengeschichte macht, werden wir Leser an die Ostsee entführt und es war wirklich wie ein kleiner Urlaub. Was würde ich darum geben, wenn ich mir auch am Strand die Beine vertreten und nach Muscheln und Bernstein suchen könnte. Aber es tat auch schon gut, durch Christina ein bisschen Urlaub zu bekommen und wenigstens während des Lesens mal die ganzen Corona-Sorgen vergessen zu können und das hat Anne Barns mit ihrer Geschichte definitiv geschafft.
Was aber wirklich gemein ist: Anne Barns beschreibt ständig leckeren Kuchen, Torten und Gebäckstücke. Ich hatte quasi Dauerlust auf Süßes und wäre am liebsten sofort in ein Café gefahren und hätte dort nach Frankfurter Kranz Ausschau gehalten. Sobald ich den irgendwo entdecke, muss ich ihn einfach probieren oder ich backe die kleinen Varianten aus der Geschichte selbst. Zum Glück hat die Autorin wie immer ein paar Rezepte am Ende ihres Buches für uns abgedruckt.

 

Fazit
Dieses Buch hat mich nicht nur vor einer Leseflaute bewahrt, sondern mich auch von den ganzen Corona-Sorgen abgelenkt. Ich konnte mich richtig in die Geschichte fallen lassen und habe mit den Charakteren mitgefühlt. Das Thema Alzheimer hat mich sehr berührt und bewegt und obwohl das ein sehr ernstes Thema ist, hatte das Buch nichts Bedrückendes, sondern die gewohnte Wohlfühlatmosphäre, die ich von den anderen Büchern von Anne Barns bereits kenne und so liebe.

Status: Rezensionsexemplar

Coverrechte: Harper Collins Verlag

Foto: Monika Schulze

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