New Adult,  Rezension

Us – Wie Worte so laut

Der Klappentext klang für mich, als würde es sich hier um ein sehr berührendes Buch handeln und ich finde es auch wichtig, dass ernste Themen mehr Einzug in die Buchwelt halten, deswegen wollte ich diese Geschichte unbedingt lesen.   Inhalt Reyes könnte sprechen, tut dies aber nur mit ihrer Familie und ihren engsten Freunden. In der Öffentlichkeit benutzt sie die Zeichensprache, da sie Angst hat, jemand könnte ihre Stimme hören. Doch dann trifft die junge Frau auf den Musiker Fynn. Finn ist taub und hat vielleicht genau deswegen eine andere Sicht auf die Dinge. Diese bringt er Reyes nach und…
Während andere Bücher zu ernsten Themen, wie z.B. psychische Krankheiten eher auf Schockmomente setzen, sensibilisiert die Autorin Ronja Delahaye eher mit einer ruhigen und sehr gefühlvollen Geschichte, die perfekt zu ihrer Protagonistin Reyes passt. Manchmal wäre ich gerne noch tiefer in das Leben der jungen Frau eingetaucht, um sie noch besser verstehen zu können.

Zusammenfassung

4 / 5 Sternen

4

Während andere Bücher zu ernsten Themen, wie z.B. psychische Krankheiten eher auf Schockmomente setzen, sensibilisiert die Autorin Ronja Delahaye eher mit einer ruhigen und sehr gefühlvollen Geschichte, die perfekt zu ihrer Protagonistin Reyes passt. Manchmal wäre ich gerne noch tiefer in das Leben der jungen Frau eingetaucht, um sie noch besser verstehen zu können.

Der Klappentext klang für mich, als würde es sich hier um ein sehr berührendes Buch handeln und ich finde es auch wichtig, dass ernste Themen mehr Einzug in die Buchwelt halten, deswegen wollte ich diese Geschichte unbedingt lesen.

 

Inhalt
Reyes könnte sprechen, tut dies aber nur mit ihrer Familie und ihren engsten Freunden. In der Öffentlichkeit benutzt sie die Zeichensprache, da sie Angst hat, jemand könnte ihre Stimme hören.
Doch dann trifft die junge Frau auf den Musiker Fynn. Finn ist taub und hat vielleicht genau deswegen eine andere Sicht auf die Dinge. Diese bringt er Reyes nach und nach nahe und bald muss diese erkennen, dass es auch schön sein kann, aus alten Gewohnheiten auszubrechen.
Immer mehr Vertrauen baut sich zwischen den beiden auf und bald schon scheint sich mehr zwischen ihnen zu entwickeln.  Aber um Reyes zu schützen, stellt Fynn seine Gefühle hinten an … .

 

Meine Meinung
Das Buch beginnt aus Reyes‘ Sicht und sie erzählt ein bisschen davon, dass sie nicht immer spricht und wie sie ihren Alltag trotzdem bewältigt. Ich fand es sehr interessant, in die Gedanken der Protagonistin einzutauchen, allerdings muss ich auch gestehen, dass ich anfangs nicht wirklich verstand, was in der jungen Frau vorgeht. Dafür hätte ich mir eigentlich gerne gewünscht, ein bisschen in deren Vergangenheit eintauchen zu können und zu erfahren, wie ihre Kindheit aussah, was sie gerne macht und wie ihr Leben so aussieht. Ich wäre einfach gerne tiefer in ihr Leben eingetaucht, um ihre Gefühle besser nachempfinden zu können.
Sehr schön fand ich, dass die Geschichte abwechselnd aus Reyes‘ und Fynns Sicht erzählt wird. So bekam man auch Einblicke, wie das Leben des männlichen Protagonisten aussieht. Das fand ich fast sogar noch spannender, weil er eine wirklich einzigartige Art hat mit seinem Handicap umzugehen und so positiv durchs Leben geht. Er überlegt, wie er seine Erfahrungen einsetzen kann, um es anderen einfacher zu machen. Ich fand seine Selbstlosigkeit wirklich bewundernswert und freute mich immer, wenn ich von ihm lesen konnte.
Etwas erstaunt war ich darüber, wie die Autorin an das Thema „Angstzustände und Panikattacken“ heranging. Bis jetzt hatte ich immer Bücher, in denen es einen schrecklichen Auslöser für diese psychischen Krankheiten gab, doch hier ist das einmal ganz anders und das fand ich sehr gut. Nicht immer muss es ein Schlüsselerlebnis geben, manchmal ist der Anfang psychischer Probleme eher schleichend und man kann nicht wirklich festmachen, woran es liegt. Deshalb werden diese von den Betroffenen auch erst spät erkannt und schnell kommt das Denken auf, dass es sicher Menschen gibt, denen es schlechter geht, die Hilfe viel nötiger haben. Doch man sollte wirklich erst einmal auf sich schauen. Jeder Mensch ist schließlich wichtig und niemand ist wichtiger als ein anderer. Diese Botschaft vermittelt uns Ronja Delahaye sehr einfühlsam und genau deshalb finde ich dieses Buch so wichtig. Psychische Krankheiten und Personen, die darunter leiden, müssen immer ernst genommen werden.
Die Liebesgeschichte hat mich auch wirklich berührt. Sie entwickelt sich langsam und geht aber trotzdem von Anfang an sehr tief. Es war für mich fast so, als wären die beiden füreinander geschaffen und ich bin da eigentlich nicht so schnell davon zu überzeugen. Doch hier spürte ich die Gefühle selber aus jeder Seite und war deshalb richtig begeistert und gerührt.
Auch das Thema „Freundschaft“ wird in diesem Buch ganz groß geschrieben, was nicht zuletzt durch die wunderbare Clique deutlich wird, von der Fynn ein Teil ist. Diese drei Personen sind wirklich einzigartig. Jeder für sich ist ein Typ, der spezielle Hobbies und Vorlieben hat, der liebeswerte Charakterzüge zeigt und damit im Kopf bleibt. Ich muss gestehen, ich habe mich ein bisschen in diese Clique verliebt und wäre gerne Teil davon. Sie nehmen die Menschen so an, wie sie sind, sparen aber auch nicht damit, sich gegenseitig die ehrliche Meinung zu sagen, auch, wenn diese mal etwas unangenehmer ausfällt. Sie helfen sich gegenseitig, bauen sich auf, wenn mal etwas nicht so gut läuft und sind füreinander da. Ehrlich, Fynn kann wirklich glücklich sein, dass er so gute Freunde hat und ich beneide ihn ein bisschen darum.
Dieses Buch ist tatsächlich ein bisschen wie Reyes selbst: Ruhig. Es überzeugt eher mit leisen Tönen, mit Botschaften zwischen den Zeilen und ernsten Themen, die nicht mit einem Knall präsentiert werden, sondern sich eher von hinten anschleichen. Aber genau davon lebt diese Geschichte in meinen Augen. Während andere Bücher mit diesen Themen häufig eher auf Schockmomente setzen, um die Leser aufzurütteln, sensibilisiert Ronja Delahaye mit „Us – Wie Worte so laut“ eher mit einer ruhigen, aber sehr gefühlvollen Geschichte.

 

Fazit
Während andere Bücher zu ernsten Themen, wie z.B. psychische Krankheiten eher auf Schockmomente setzen, sensibilisiert die Autorin Ronja Delahaye eher mit einer ruhigen und sehr gefühlvollen Geschichte, die perfekt zu ihrer Protagonistin Reyes passt. Manchmal wäre ich gerne noch tiefer in das Leben der jungen Frau eingetaucht, um sie noch besser verstehen zu können. Trotzdem hat mich die Autorin mit „Us – Wie Worte so laut“ sehr berührt. Ein Buch, das aufgrund seiner wichtigen Botschaft definitiv in jeden Haushalt gehört.

Titel: Us – Wie Worte so laut

Autorin und Bildrechte: Ronja Delahaye

Seitenzahl: 320

Preis TB: 14,99 € (D)

Preis eBook: 2,99 € (D)

ISBN: 978-3732295333

 

 

Status: Rezensionsexemplar

 

Foto: ©Monika Schulze

Coverrechte: Ronja Delahaye

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