Rezension

[Rezension] Stadt der verschwundenen Kinder

Die Stadt der verschwundenen Kinder

Autor(in): Caragh O‘Brien
Verlag: Heyne
Seitenzahl:  460
Preis:  8,99 Euro

Cover: Randomhouse / Heyne

Gestaltung:

Das Cover ist dunkelblau mit zwei Frauenprofilen, eines oben, eines unten. Dazwischen sieht man hellblau-weißen Rauch oder Nebel.
Ich finde das Cover sieht sehr geheimnisvoll aus und gefällt mir sehr gut. Das einzige, was mich stört, sind die silbernen Punkte, die sich über das ganze Cover (auch durch die Gesichter) ziehen. Ohne diese Punkte hätte mir das Cover noch besser gefallen.

Story:

Schon beim Lesen des Klappentextes freute ich mich total auf das Buch. Er klang sehr spannend, verriet aber nicht wirklich viel. Als ich dann anfing zu lesen, war mir sofort klar, dass es zu diesen Büchern gehört, die ich nur ungern weglege, bevor ich sie nicht zu Ende gelesen hatte.
Von Anfang an, wurde man sofort in die Geschichte der 16jährigen Gaia hineingezogen und nach einer kurzen Einführung in die Geschichte der Neugeborenen, die vorgebracht werden müssen, geht es gleich richtig los mit der Verhaftung ihrer Eltern. Ich fieberte von Anfang an mit, vor allem, da Gaia zuerst selber nicht wirklich viel weiß. Die Geschehnisse kommen erst nach und nach ans Licht.
Die Geschichte ist vom Anfang bis zum Ende sehr spannend und es droht ständig von allen Seiten Gefahr für Gaia, so dass es nie langweilig wird und ich beim lesen erst gar nicht dazu kam, mich zu entspannen, so sehr fieberte ich mit Gaia mit.
Immer wieder passierten Dinge, die mich völlig überraschten und für mich nicht wirklich vorhersehbar waren, was die Spannung natürlich noch mehr steigerte.
Doch das Buch ist nicht nur sehr spannend, es gibt auch wirklich schöne, romantische Momente, es erzählt etwas über Freundschaft und die Liebe von Eltern zu ihren Kindern. Auch ein paar Tränen und ab und zu ein Schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen.
Außerdem regte es mich immer wieder zum nachdenken an, da die Enklave nicht wirklich nur böse ist. Begonnen hat die ganze Geschichte nämlich eigentlich mit sehr ehrenhaften Motiven. Doch dazu sollte sich jeder selber ein Urteil bilden.

Charaktere:

Die Hauptdarstellerin Gaia wirkt von Anfang an total sympathisch. Es war für mich völlig nachvollziehbar, dass Gaia, die ja seit ihrer Geburt nichts anderes kennt, die Gesetze treu befolgt und erst nach der Verhaftung ihrer Eltern ins grübeln gerät. Danach handelt sie vor allem aus Sorge um ihre Eltern, was sie nach wie vor glaubwürdig erscheinen lässt. Sie ist eine echte Heldin, die trotz allem kleine Fehler hat, was sie so liebenswert macht.
Bei Leon, dem Hauptdarsteller, brauchte ich erst ein wenig, bis ich ihn einschätzen konnte. Er war mir von Anfang an nicht unsympathisch, was sicher an der Beschreibung der Autorin lag und ich ahnte schon, dass er noch eine besondere Rolle in der Geschichte spielen würde. Überrascht war ich allerdings über seine eigene Familiengeschichte, mit der er mich schließlich ganz für sich einnahm.
Doch auch die Nebendarsteller sind sehr gut beschrieben und mit ihren eigenen Geschichten sehr gut vorstellbar.

Schreibstil:

Das Buch ist einfach und flüssig geschrieben. Sehr gut fand ich, dass selbst die biologischen Vorgänge wie z.B. die DNS für alle erklärt wurden. Da das Buch sich ja vor allem an Jugendliche richtet, finde ich es gut, dass die Autorin sich die Zeit nahm, um alles so zu beschreiben, dass es jeder verstehen kann. Die Erklärungen sind dabei so geschickt in die Geschichte hineingearbeitet, dass es überhaupt nicht stört diese wissenschaftlichen Erklärungen zu lesen.
Die Beschreibungen dieser eigenen Welt waren so gut, dass ich ein richtiges Bild im Kopf hatte und mir alles genau vorstellen konnte.

Fazit:

Ich habe das Buch von den ersten Seiten an geliebt und konnte es kaum noch aus der Hand legen, da es so spannend war und ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Leider (oder zum Glück) ist es der erste Band einer Triologie, der natürlich sehr offen ausgeht, so dass ich jetzt voller Ungeduld auf Band 2 warte, der im Februar zum Glück erscheinen soll.
Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der Dystopien mag und ich werde mir auf jeden Fall sofort Band 2 holen!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Vielen Dank an den Heyne Verlag, der mir dieses Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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