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Autoreninterview

Anke Unger

Hallo Anke, schön, dass Du Dir heute Zeit für mich nimmst. Magst Du Dich bitte kurz vorstellen, damit meine Leser wissen, wer mir hier Rede und Antwort steht?
 Ja gerne. Ich bin Anke Unger, Schreiberin aus Leidenschaft seit meiner Kindheit, ich habe eine Ausbildung als Lokalredakteurin und habe lange für Tageszeitungen geschrieben, danach habe ich Germanistik studiert, bekam im Studium mein erstes Kind und habe geheiratet, Mit kleiner Familie wird ja dann alles etwas komplizierter … Ein paar Jahre habe ich als Lektorin und Editorin einer religiösen Monatszeitschrift für einen katholischen Nonnenorden gearbeitet – daher meine Begeisterung für Übersinnliches (nein, ich bin nicht religiös, aber mich fasziniert die Vorstellung, da oben könnte es irgendwas geben), zwischendurch habe ich eine Ausbildung als Medizinische Fachangestellte gemacht, dann sind wir nach Schweden ausgewandert – die beste Entscheidung meines Lebens! Und hier bin ich jetzt. Geschrieben habe ich schon immer. Die Idee für die Areshva-Serie hatte ich mit 21 Jahren, es hat aber sehr lange gedauert, bis daraus eine echte und packende Geschichte geworden ist. Oh je, das war jetzt lang, ich hoffe, du bist nicht darüber eingeschlafen.

 

Oh wow, da hast Du ja schon einiges hinter dir. Wann kam denn dann der Gedanke auf, dass Du ein Buch veröffentlichen möchtest?
Ähm – ganz ehrlich: Eigentlich schon immer. Ich habe immer davon geträumt, Schriftstellerin zu werden und nichts anderes zu machen als zu schreiben. Dann gehört das Veröffentlichen ja dazu. Allerdings hatte ich beim Schreiben anfangs gar keinen Blick darauf, wie die Geschichte auf andere wirkt, ich habe sie die meiste Zeit nur für mich geschrieben. Zuerst dachte ich sowieso, ich schaffe es nie, die zu Ende zu bekommen, und auch nie, sie so hübsch zu machen, dass ich damit zufrieden sein kann. Aber dann gab es eine Wende. Der Tag, an dem ich mein Werk zum ersten Mal jemandem gezeigt habe und zum ersten Mal eine Reaktion bekam. Ich hatte einen kleinen Ausschnitt in einem Schreiber-Forum gepostet. Er wurde total zerrissen. Der Zustand, in den mich das versetzt hat, war unbeschreiblich. Ich war in Schockstarre. Ich dachte, ich bin tot, ich kann nicht schreiben. Nach ca. 3 Tagen, als ich wieder zu mir kam, begriff ich, dass die Leute recht hatten, dass der Text grottenschlecht war. Sie haben mir auch gesagt, was sie schlecht fanden. Dann habe ich angefangen zu korrigieren. Und erst da habe ich angefangen zu lernen, wie man eine Geschichte schreibt, die andere auch lesen wollen. (Sorry. Ich kann mich einfach nicht kurz fassen. Drum hat meine Story ja auch 6 Bände).

 

Wie bist Du dann mit Deinem Buch letztendlich bei Dark Diamonds gelandet?
Das war lustig. Durch meine langjährige Tätigkeit in Schreiber-Internet-Gruppen, wo ich nicht nur eigene Texte vorgestellt habe, sondern auch Kommentare zu denen von anderen geschrieben habe, sowie durch meine Tätigkeit als Lektorin in dem katholischen Verlag kam ich auf die Idee, mich bei der Internetseite “Leselupe” als freie Lektorin zu bewerben. Das hat mir viel Freude gemacht. Eines Tages fragte mich der Betreiber der Seite, Tim Rohrer (er ist auch Literaturagent), ob ich selber schreibe, wir kamen so ins Gespräch und weil ich da gerade kurz vor der Vollendung der Serie war, habe ich ihm ein Exposé davon geschickt. Damit ist er auf die Buchmesse gegangen. Viel Hoffnung hatte ich mir nicht gemacht, aber es kam sogar bei zwei Verlagen in die engere Wahl, bei Bastei Lübbe und bei Carlsen (Dark Diamonds), die mir dann einen Vertrag geschickt haben. Ich habe also tatsächlich nur eine einzige Bewerbung geschrieben und bin Tim noch heute sehr dankbar, dass er mir den Mut gemacht und mir den Weg geebnet hat. Die Zeit mit den Dark Diamonds war auch sehr spannend und lehrreich für mich.

 

Was hast Du denn durch die Zusammenarbeit z.B. gelernt?
Wie wichtig das Cover ist, wie man Werbung macht, wie man einen Klappentext schreibt, warum man ein Buch nicht einfach so veröffentlichen sollte, sondern die Veröffentlichung gut planen und vorbereiten muss. Dass ich anscheinend für eine Altersgruppe schreibe, zu der ich selber nicht mehr gehöre und was besonders schön ist, sind die vielen netten Kontakte zu den Kolleginnen, die auch dort veröffentlicht haben.

 

Wow, das klingt in der Tat sehr lehrreich. Jetzt bringst Du aber die selbe Geschichte noch einmal selbst heraus. Wie kam das?
Leider waren die Dark Diamonds mit meinen Verkaufszahlen (die ich selber ganz ordentlich fand) nicht zufrieden und wollten die beiden Abschlussbände 5 und 6 nicht mehr herausgeben. Ich glaube an meine Geschichte und denke auch, dass sie noch viele Leser erfreuen kann. Deshalb habe ich nun den ersten Band, der ein paar kleine Mängel gehabt hat, nochmal gründlich überarbeitet und werde auch alle Folgebände überarbeiten. Es gibt auch ein neues Cover, das mir die Coverdesignerin Kristina Licht gezaubert hat, und das ich einfach unwiderstehlich und sehr treffend finde. Ich bin gerade extrem hibbelig, denn letztlich weiß ich natürlich nicht, ob ich auch als Selfpublisherin ankommen werde und wie es laufen wird.

Jetzt im Dezember kommt also erst einmal wieder Band 1 heraus. Magst Du uns ein bisschen etwas über die Geschichte erzählen?
Oh, gerne. Im Zentrum stehen die beiden Protagonisten, die junge Priesterin des Lichts Areshva und der Hufschmied Silvrin, welche die Geschichte abwechselnd erzählen. Es sind sehr gegensätzliche Charaktere und ich denke, das macht einen großen Reiz der Geschichte aus. Areshva gehört zum Volk der Skeff, sie ist dunkelhaarig und hat lange, ledrige Fledermausflügel. Eine meiner Lieblingsbloggerinnen, die Silke, hat sie mal mit einer düsteren Tinkerbell verglichen. Sie ist temperamentvoll, außergewöhnlich magisch begabt und will die Welt nach ihren Vorstellungen einrichten, auch gegen alle Widerstände und selbst wenn sie sich mit den Mächten der Dunkelheit verbünden muss, um ihre Ziele zu erreichen. Silvrin dagegen ist der blonde, geradlinige Gegenpart zu ihr, der niemals vom rechten Weg abweichen würde und immer so herzerwärmende Dinge tut, dass man ihn einfach lieben muss.
Und diese Geschichte wird in 6 Bänden erzählt? In welchem Zeitraum sollen diese denn erscheinen?
Die Geschichte ist ja bereits fertig und mit den Überarbeitungen bin ich auch schon sehr weit. Darum sollen die Folgebände jeweils monatlich erscheinen. Wer die ganze Geschichte lesen will, muss also nicht lange auf die Fortsetzungen warten. Auf Areshva warten ja einige Abgründe und keiner ist tief genug, dass es nicht noch tiefer ginge.

 

Dann konzentrierst Du Dich jetzt erst einmal voll und ganz auf die Veröffentlichung oder schreibst Du schon wieder an einem anderen Buch?
Naja, so wie du süchtig nach Büchern bist, bin ich süchtig danach zu schreiben. Seit 2018 schreibe ich an einem Abenteuer mit Meerjungfrauen, Dämonen und Amazonen. Düster, romantisch und auch ein wenig humorvoll, eine wundervolle Serie. Es werden auch wieder 6 Bände und ich hoffe, die ersten beiden ab dem Sommer oder Herbst 2021 schon herausbringen zu können, im Anschluss an die Chronicles of Gods.

 

Also bleibst Du erst einmal beim Selfpublishing?
Ja, definitiv. Ich will auf keinen Fall erleben, dass die neue Serie wieder nach drei oder vier Bänden abgebrochen wird, sondern möchte garantieren können, dass sie bis zum Ende läuft.

 

Worin siehst Du noch Vorteile im Selfpublishing?
Ich habe einen viel größeren Einfluss darauf, was für ein Cover ich bekomme, wann genau die Bücher erscheinen und kann sogar innen selbst gestalten, wie ich es haben möchte. In “Göttin der Dunkelheit” gibt es zum Beispiel jetzt eine Landkarte. Danach haben damals viele gefragt und ich finde es in einem Fantasy-Epos, in dem die Protagonisten auf der Suche nach etwas sind, immer hilfreich, sich anhand einer Karte vorstellen zu können, wo sie sich bewegen.

 

Ich liebe Karten in Büchern. Und wo liegen für dich die Nachteile im Selfpublishing?
Nachteile: Ich muss das Cover, das Lektorat und die Karte selber bezahlen und weiß noch nicht, ob ich das Geld überhaupt wieder hereinbekomme. Außerdem erscheint das Buch in keiner Verlagsvorschau und wird deshalb sicher von viel weniger Leuten gesehen. Das ist bestimmt ein Nachteil, weil ich ja auch noch nicht bekannt bin. Aber ich versuche das Beste draus zu machen.

 

Was machst Du denn alles, um auf Deine Neuveröffentlichung aufmerksam zu machen?
Haha. Da muss ich erstmal dir ein riesiges Lob aussprechen, weil du mir dabei geholfen hast, neue Buchblogger zu finden und von denen haben sich auch schon mehrere für das Buch interessiert und ich habe eine Reihe Rezensionsexemplare verschickt. Uh … bin schon etwas nervös, wie die Geschichte bei ihnen wohl ankommt. Dann habe ich auch meine alten Kontakte angeschrieben und mein altes Bloggerteam, die mich auch wieder unterstützen werden, das hat sich auch sehr herzerwärmend angefühlt. Ich überlege auch, eine Leserunde zu machen und ein paar Aktionen zum Erscheinungstermin. Ja, und hochgeladen habe ich das eBook auch schon. Ab heute kann man es über Amazon vorbestellen! Diesmal gibt es auch Prints. Ich finde, die Option gehört einfach dazu.

 

Da bist Du ja ganz schön fleißig. Es freut mich, dass Du so erfolgreich mit Bloggern zusammenarbeitest. Was gehört für Dich zu einer guten Zusammenarbeit dazu?
Gegenseitiges Entgegenkommen und Verständnis, Ideen (sie müssen nicht kompliziert sein), ja, ich finde eigentlich auch jede kleine Aktion ist ein Gewinn und freue mich über jeden, der Lust hat, sich auf mich und meine Welt einzulassen. Du hast unter den Bloggern eine besondere Position, weil du sowohl mit Autoren als auch mit Bloggern zusammenarbeitest und dadurch auch mal übergeordnete Projekte einleiten kannst, ich erinnere mich noch an eine deiner Aktionen von damals, wo du Goodies verschiedener Autoren gesammelt und verschickt hast, ich war damals von dieser Idee ganz begeistert. Und wie ich sehe, gehen dir ja die Ideen nicht aus. Ich bin auch schon ganz neugierig, wie sich die Zusammenarbeit mit meinen neuen Bekanntschaften entwickelt, habe da schon sehr nette Zuschriften bekommen.

 

Das freut mich wirklich sehr für dich. Was würdest Du Dir denn für 2021 noch wünschen?
Ich hoffe natürlich, dass die Chronicles of Gods gut ankommen werden. Noch wichtiger ist da allerdings der neue Erdenbürger, denn mein Sohn und seine Freundin erwarten ihr erstes Kind – DAS ist auch ein umwerfendes und sehr merkwürdiges Gefühl.

 

Da wünsche ich euch alles, alles Gute. Wirst Du dann auch mal ein Kinderbuch schreiben? Oder bleibst Du bei Fantasy?
Danke. Ich glaube, ich bleibe bei Fantasy. Oder? Wer weiß. Vielen Dank, liebe Moni, für dieses nette Gespräch!

 

Sehr gerne. Hast Du dam Ende noch etwas, das Du unbedingt noch loswerden möchtest?
Ich wünsche dir und allen, die dies lesen, eine schöne coronastressfreie Adventszeit – so weit möglich.

 

Danke schön, das wünsche ich Dir auch und vielen Dank für das tolle Interview.

 

Mehr Informationen zur Autorin und ihren Büchern bekommt ihr hier:

https://www.facebook.com/DieChronikenderGoetter


Autorenfoto: Anke Unger

Coverrechte: Anke Unger

Covergestaltung: Kristina Licht

Bild: pixabay

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