Autoreninterview

Marcella Fracchiolla

Hallo Marcella, schön, dass Du Dir heute Zeit für ein Interview nimmst. Würdest Du Dich bitte kurz vorstellen, damit meine Leser wissen, wer heute meine Fragen beantwortet?
Hallo Moni, erstmal vielen lieben Dank, dass ich heute bei dir sein darf!
Gerne stelle ich mich vor. Hmm, was gibt es Interessantes über mich zu berichten? Ich bin Marcella (ha!), von Beruf Übersetzerin und seit meiner Rückkehr aus den Staaten Rezeptionistin und – ta daa! – Autorin.

 

Seit wann bist Du denn schon Autorin?
Mein Debütroman „Too good to be true (Woodland Academy I)“ ist letztes Jahr im November erschienen. Drei Monate später folgte Band 2 mit dem Titel „Never say never“, und im Juni dann das Finale der Trilogie, „Anything for you“.

 

Wie kam es dazu, dass Du Dich entschieden hast, ein Buch zu veröffentlichen?
Das ist eine süße Geschichte. Mein Mann fragte mich damals bei einem romantischen Abendessen, was ich schon immer mal machen wollte, aber nie getan hätte. Da erzählte ich ihm, dass mir die Idee zur Woodland Academy seit Ewigkeiten im Kopf herumspukte. Zu meinem Geburtstag bekam ich dann einen Schreibkurs geschenkt und schwups! – das Projekt nahm seinen Lauf.

Hättest Du es auch ohne Schreibkurs niedergeschrieben und veröffentlicht?
Hmm, das ist eine gute Frage. Der Schreibkurs hat mich in meinem Vorhaben sehr gestärkt.

 

Was war denn das Wichtigste, das Du Deiner Meinung nach im Schreibkurs gelernt hast?
Dass eine vernünftige Vorarbeit das A und O für eine gute Story ist. Ich hätte sonst einfach drauflos geschrieben.

 

Dann plottest Du Deine Geschichten vorher komplett durch?
Ich plotte meine Geschichten zumindest im Groben durch und erarbeite meine Figuren genau. Beim Schreiben kann sich die Reise dann nochmal gründlich ändern, aber das ist auch das Schöne daran.

 

Stand denn von Anfang an fest, dass die Woodland Academy 3 Bände kriegen würde?
Ja, dass es eine Trilogie werden sollte, stand von Anfang an fest. Die Idee zu den Spin Offs kam mir allerdings später.

Bei der Woodland Academy: Was war zuerst da: Die Figuren oder die Internats-Idee?
Die Internats-Idee war zuerst da, ich habe als Kind wohl zu viel Hanni und Nanni gelesen.

 

Wer hat die nicht geliebt?! War Dir denn von Anfang an klar, dass jeder Teil seine eigenen Hauptdarsteller haben würde?
Ja, das war mir von Anfang an klar, wobei Teil 3 gleich zwei Geschichten umfasst, die eng miteinander verwoben sind.

 

Aber als Du dann mit der Trilogie fertig warst, hast Du gemerkt, dass Du die Woodland Academy noch nicht verlassen möchtest oder woher kam jetzt die Idee zu den Spin Offs und was erwartet uns darin noch alles?
Ganz genau! Es hat mir so viel Spaß an der Woodland gemacht, dass ich sie und ihre Bewohner noch nicht verlassen konnte. So entstand die Idee zu den Spin Offs!
In „Becoming me“, das am 6.11. erscheint, ist allerdings alles etwas anders. Wir befinden und zwar am Eliteinternat, aber in einem therapeutischen Sommercamp! Und was die liebe Jules – ähm, Julie, wie sie sich dort nennt – da erlebt, werden wir ganz bald erfahren… .

Dann finden wir dort keine von uns liebgewonnenen Charaktere aus den anderen Bänden wieder? Wie sieht es in den anderen Spin Offs aus?
Genau, in „Becoming me“ geht es hauptsächlich um dasselbe Setting, wobei sich auch in dieser Geschichte das ein oder andere „Easter Egg“ für die Woodland-Kenner versteckt hält. In den Folgebänden wird es dann aber wieder um die altbekannte Woodland-Gang gehen, aber nicht mehr am Internat … oder vielleicht doch? Ende nächsten Jahres wissen wir mehr.

 

Klingt spannend. Ich freu mich auf die alte Gang. Jetzt eine sehr fiese Frage: Welches ist denn Dein liebster Woodland Academy Charakter?
Ugh, das ist wirklich fies. Ich liebe sie alle auf ihre Art und Weise. Allie&Ethan waren meine „firsts“, Leah&Logan sind super coole Charaktere, sowohl zusammen, als auch getrennt, und Maya, Lana und ihre Jungs muss man einfach gerne haben, wobei manch einer mir da bei Nate widersprechen mag – aber das kann sich ja alles noch ändern (Spoileralarm!)
Ich schätze, das hat deine Frage nicht beantwortet?

 

Ich hatte fast schon so eine Antwort erwartet, das ist also völlig okay.
Du warst ja wirklich sehr fleißig, seitdem Du angefangen hast Bücher zu veröffentlichen. Wie muss ich mir Deinen Schreiballtag vorstellen?
Ach, ich versuche es, es macht ja wirklich Spaß.
Mein Schreiballtag ist zumindest, was das Schreiben an sich angeht, recht strukturiert. Morgens, nachdem die Kids aus dem Haus sind, setze ich mich als Allererstes an mein neuestes Projekt. Das was sonst so dazu gehört – Social Media, Vorbereitung auf Veröffentlichungen, etc. – mache ich zwischendurch oder abends, wenn alle im Bett sind und ich Ruhe dazu habe.

 

Das klingt sehr diszipliniert. Ist das etwas, das Dich als Autorin auszeichnet? Disziplin?
Ja, ich denke schon, ohne ginge es vermutlich schlecht bei zwei Jobs und Kids.

Versteh ich sehr gut. Welche Deiner persönlichen Eigenschaften hilft Dir noch im Autorenleben weiter?
Ich denke, es ist hilfreich, dass ich trotz aller Disziplin sehr flexibel bin. Wenn etwas nicht nach Plan läuft – oder generell nicht läuft, stecke ich nicht gleich den Kopf in den Sand, sondern mache das Beste aus der Situation. Das hat mir auch schon manches Mal im Autorenleben geholfen, wo auch nicht immer alles so klappt, wie man es sich vielleicht gewünscht bzw. vorgestellt hat.

 

Das ist sicher sehr hilfreich. Also ist Dein Tipp: Weitermachen? Oder was würdest du anderen Autoren raten?
Auf jeden Fall weitermachen, es lohnt sich!

 

Hast Du jemals bereut, dass Du Autorin geworden bist?
Nein, das habe ich nie bereut. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass es (für mich) die schönste Tätigkeit ist, die es gibt.

 

Das freut mich wirklich sehr. Gibt es denn etwas, das Dich trotzdem am Autorendasein  nervt oder das Du nicht so gerne machst?
Nein, ich finde alles an dieser Reise sehr spannend und aufregend. Das Schreiben an sich, die Arbeit mit meinen Lektoren, Korrektoren, Coverdesignern und den lieben Bloggern und Lesern, die Messen, die hoffentlich bald wieder in alter Form stattfinden … Es ist alles toll!

 

Auch das Marketing? Da tun sich ja manche Autoren wirklich schwer? Wie geht es Dir da? Was machst Du alles, um auf Deine Bücher aufmerksam zu machen?
Leider gibt es für Selfpublisher noch nicht sooo viele Möglichkeiten, auf seine Bücher aufmerksam zu machen – oder ich habe sie noch nicht entdeckt. Bei mir spielt sich viel über die Social Media-Kanäle ab, Newsletter – meinen eigenen sowie die bezahlten – und das Amazon Sponsoring. Und natürlich die Messen!

 

Die sind ja dieses Jahr leider ausgefallen. Hattest Du dafür ein Ersatzprogramm?
Da ich erst vor Kurzem aus den Staaten zurückgekehrt bin und eh alles drunter und drüber ging hatte ich gar keine Zeit für ein Ersatzprogramm. Stattdessen habe ich mich auf die Veröffentlichung von „Becoming me“ konzentriert, die mir sehr am Herzen lag.

 

Dann wünsche ich Dir auf jeden Fall schon einmal einen ganz tollen Buchstart. Möchtest Du am Ende vielleicht noch etwas loswerden?
Das ist lieb von dir. Ich möchte einfach nochmal Danke sagen, an dich und die vielen anderen lieben Blogger und auch Leser dort draußen, die mich auf meiner Woodland-Reise begleiten und auf so tolle Art und Weise unterstützen. Ihr seid die Besten!

 

Danke für die lieben Worte und natürlich auch für Deine Zeit. Es hat Spaß gemacht Dich auszuquetschen.

 

Mehr Informationen zur Autorin Marcella Fracchiolla und ihren Büchern bekommt ihr hier:
https://www.marcellafracchiolla.com/

https://www.facebook.com/autorinmarcellafracchiolla

https://www.instagram.com/marcellafracchiolla/

 


Autorenfoto: ©Erin Nicole Photography

Coverrechte: Marcella Fracchiolla

Bild: pixabay

Ein Kommentar

  • Sabrina

    Ah ein spannendes Interview, da hat sich meine Frage fast erledigt . Sollte ich die reihe zuerst lesen? Oder kann ich auch mit dem Spin of starten?

    Liebe Grüße Sabrina

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