Autoreninterview

Gwendolyn A. Wynter

Hallo Gwendolyn, vielen Dank, dass Du Dir heute Zeit für mich nimmst. Magst Du Dich bitte mal kurz meinen Lesern vorstellen?
Hallo, es freut mich, dass ich hier sein darf.
Ich bin Gwen, werde Ende Dezember 29 Jahre alt und wohne seit Anfang des Jahres in Hessen.
Ich schreibe seit ich vierzehn Jahre alt bin, aber Geschichten erfunden habe ich schon als kleines Kind. Die habe ich dann meiner Uroma auf dem Krankenbett erzählt.

 

Und seit einiger Zeit veröffentlichst Du sie auch …
Genau, im Mai 2019 habe ich es endlich gewagt mit “Das Schicksal vereint – Splintered Souls”. Der zweite Band sollte dann jetzt im Dezember folgen, aber ich konnte ihn auf Oktober vorziehen.

 

Erzählst Du uns etwas von “Splintered Souls”?
In Splintered Souls geht es um die Zwillinge Luna und Stella, die dank eines Seelensplitters aus einer anderen Welt in ebendiese “wandern” können. Das geschieht völlig unwillkürlich. Leider hat Luna das Problem, dass sie sich danach an nichts mehr erinnern kann. Sie beginnt Tagebuch zu führen und bringt auch immer wieder Notizen aus der anderen Welt mit, wodurch sie sich langsam ein Bild davon machen kann. Das Problem ist nur, dass es in der anderen Welt magische Wesen gibt und eines davon soll ihr Seelengefährte sein. Allerdings bedeutet das für sie aber auch, dass sie in Lebensgefahr schwebt.

Ist der erste Teil aus Sicht von Luna und der zweite aus Sicht von Stella geschrieben?
Im ersten Teil spielt Luna die größere Rolle, im zweiten bekommt auch Stella größeren Anteil an der Geschichte. Im Gesamten ist Splintered Souls aus der Sicht von Luna, Stella und teilweise den beiden männlichen Protagonisten geschrieben.

 

Das klingt ja spannend … ich liebe es, wenn es verschiedene Perspektiven gibt. Ist die Reihe denn mit den beiden Bänden abgeschlossen?
Ja, die Reihe ist erst einmal abgeschlossen, allerdings gibt es einen Charakter, über den ich gerne noch etwas schreiben würde. Und ich weiß auch, dass sich einige Leser für ihn wünschen, dass es noch weitergeht.

Dann ist da quasi noch etwas Luft für einen weiteren Band? Aber vorerst hast Du ja an einem anderen Projekt gearbeitet, oder?
Bisher hatte ich leider noch keine passende Idee dafür, aber ich hoffe, dass sie bald kommt. Momentan arbeite ich tatsächlich sogar an drei unterschiedlichen Projekten und das Buch, das jetzt im Dezember erscheint, hat sich auch noch ungefragt dazwischengedrängt. ^^

 

Wie entscheidest Du, an welcher Idee Du aktuell schreibst?
Da ich ja bisher alles im Selfpublishing veröffentliche, kann ich mir das glücklicherweise aussuchen. Deshalb mache ich das, was mir gerade am meisten unter den Nägeln brennt. Wenn ich mit einer Rohfassung angefangen habe, zwinge ich mich inzwischen aber auch, sie zu Ende zu schreiben. Deshalb gibt es nun die Rohfassung des ersten Teils einer Dystopie, der Plot zu einem Teil einer Romance-Reihe und aktuell arbeite ich an der Rohfassung eines Romance-Projekts, das mir schon seit zwei Jahren im Kopf herumschwirrt.

 

Wow, da bist Du ja wirklich fleißig. Wie findest Du die Zeit für all die Projekte? Also wie sieht Dein Alltag so aus?
Eigentlich halte ich mich für echt langsam.
Momentan schreibe ich tatsächlich Vollzeit, denn nach meinem Umzug habe ich mich bei meiner Arbeitsstelle nicht wirklich wohlgefühlt und habe im Sommer das Handtuch geworfen. Also stecke ich gerade so viel Zeit wie möglich in meine Buchprojekte, um wenigstens da weiterzukommen.

Schreibst Du dann je nach Lust und Laune oder hast Du Dir feste Schreibzeiten eingerichtet?
Vor meinem Umzug habe ich abends ab 7 oder 8 Uhr bis nachts zwischen 12 und 2 geschrieben. Seit ich hier wohne, ist diese Routine leider hin. Jetzt mache ich morgens den Haushalt, dann setze ich mich an den Laptop und schreibe oder überarbeite, bis nachmittags mein Freund nach Hause kommt.
Bis 2 Uhr morgens? Dann bist Du eine Nachteule?
Eigentlich durch und durch. Ich kann dann auch am besten arbeiten. Morgens bin ich zu nichts zu gebrauchen. Allerdings hat sich mein Rhythmus seit dem Umzug etwas umgestellt. Bis 2 Uhr arbeite ich inzwischen leider eher selten.

 

Wie gehst Du damit um, wenn Du eigentlich Schreibzeit hast, es aber irgendwie nicht laufen will?
Ich bin leider permanent sehr gut darin, meine Zeit auf Instagram und Facebook zu verbringen. Wenn es beim Schreiben nicht so läuft, weiten sich die Zeiten oft noch aus. Bei meinem derzeitigen Projekt ist es so, dass es sich sehr zäh schreiben lässt. Da heißt es dann durchbeißen und weitermachen, auch wenn ich nur halb so schnell schreibe.

 

Gibt es denn etwas, das Dich immer motiviert weiterzuschreiben? Hast Du ein bestimmtes Ritual oder dergleichen?
Ich habe eigentlich nur den Gedanken, dass das Schreiben ja genau das ist, was ich machen möchte. Das ist wirklich Arbeit und Arbeit bedeutet, dass es eben auch mal keinen Spaß macht. Ein Ritual oder so habe ich nicht. Viele gehen ja spazieren, um den Kopf freizubekommen, aber bei mir funktioniert das leider nicht. Also einfach weitermachen und notfalls die Tagesziele nicht ganz so hoch stecken.

 

Das klingt tatsächlich sehr diszipliniert. Bist Du auch sonst ein strukturierter Mensch?
An der Disziplin hapert es leider noch, weil Facebook und Instagram ständige Begleiter sind. Daran muss ich unbedingt noch arbeiten. Ansonsten ja, ich versuche, einigermaßen Struktur in meinen (Schreib)Alltag zu bringen, weil ich sonst einfach untergehen würde.

 

Also ist ein Tipp von Dir: Autoren sollten sich während der Schreibzeit von Social Media fernhalten?
Ja, zumindest sollte man sich in seinen Schreibsequenzen davon fernhalten. Wenn man Pausen macht, ist es ja völlig okay, da mal reinzuschauen. Fürs Marketing ist es immerhin ja auch wichtig, da präsent zu sein.

 

Da hast Du recht. Was hast Du noch für wichtige Tipps für Autoren?
Dranbleiben. Klingt banal, aber eigentlich ist es echt wichtig. Nur so kann man überhaupt eine Schreibroutine aufbauen. Und dann fällt es einem auch nicht mehr so schwer, in ein Projekt reinzukommen. Selbst dann, wenn es gerade etwas zäh ist.

 

Das ist, glaube ich tatsächlich ein guter Tipp. Möchtest Du zum Ende sonst noch etwas loswerden?
Oh, so spontan …
Auf jeden Fall hat es mich sehr gefreut, dass wir uns auf der FBM persönlich kennengelernt haben. Und da vielleicht noch ein Tipp für ganz neue Follower von deinem Blog: Bei Moni findet man richtig tolle Aktionen, also immer die Augen offenhalten.

 

Ach danke, das ist ja lieb und vielen Dank auch für die spannenden Antworten.
Wer jetzt noch mehr über die Autorin und ihre Bücher erfahren möchte, sollte hier vorbeischauen: https://www.facebook.com/gwen.wynter.official/

Autorenfoto: Gwendolyn A. Wynter

Bild: pixabay

Coverrechte: Gwendolyn A. Wynter

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