Autoreninterview,  DPP,  Werbung

Andreas Suchanek

Lieber Andreas,
vielen Dank, dass Du Dir heute Zeit für meine Fragen nimmst. Gerade so kurz vor der Frankfurter Buchmesse hast Du sicher einiges zu tun.
Ich habe zu danken für diese Möglichkeit.

 

Vielleicht magst Du Dich mal ganz kurz vorstellen, damit meine Leser wissen, wen ich da heute mit meinen Fragen löchere ….
Gerne. Ich bin ein Kekse vertilgender Autor aus Karlsruhe. Geboren wurde ich vor 37 Jahren in Landau in der Pfalz. Für mein Studium (Informatik) bin ich hierher nach KA gezogen und hier hat sich der Freundeskreis entwickelt. Kurz vor dem Ende des Studiums habe ich mit dem Schreiben begonnen und mittlerweile mache ich das hauptberuflich.

 

Du bist ja auf der Shortlist des Deutschen Phantastik Preises gleich zweimal vertreten:
1 x als bestes, deutschsprachiges Hörbuch und 1 x als beste, deutschsprachige Serie. Wie fühlt sich das an?
Es ist eine große Ehre für einen solchen Preis nominiert zu werden und fühlt sich gleichzeitig unwirklich an. Ich bin dankbar für die Unterstützung meiner Leser, die meine tapfere kleine Serie von der Longlist auf die Shortlist gewählt haben. Danke euch allen!!!!

 

„Das Erbe der Macht“ hat ja schon einige Preise gewonnen? Ist es da überhaupt noch spannend für einen weiteren Preis nominiert zu sein?
Eine Nominierung für einen Preis ist immer etwas ganz Besonderes, zeigt das doch, dass eine Jury oder die Leser das eigene Werk im Blick haben und ihm Wertschätzung entgegenbringen. Für mich ist das immer eine gewaltige Ehre und ich freue mich riesig darüber. Zudem ist der Deutsche Phantastik Preis natürlich noch einmal etwas Besonderes.
Und wenn wir schon dabei sind: Das Wahllokal ist noch bis zum 31. Oktober geöffnet.  Das Erbe der Macht ist in der Kategorie „Bestes Hörbuch“ und „Beste Serie“ nominiert. Falls ihr noch eine Stimme übrighabt, würde ich mich riesig freuen. Danke! www.deutscher-phantastik-preis.de

 

 

 

 

Dabei bist Du nicht nur Autor der Serie „Das Erbe der Macht“, sondern auch der Herausgeber. Hast Du den Verlag „Greenlight Press“ gegründet, um Deinen Büchern ein Verlagslogo verpassen zu können (wie das einige Autoren machen) oder war der Verlag immer schon darauf ausgelegt, auch anderen Autoren und ihren Büchern ein zuhause zu geben?
Der Verlag war schon immer darauf ausgelegt, anderen Autoren ein zu Hause zu geben und eng mit ihnen zusammenzuarbeiten. Bei der aktuellen Frankfurter Buchmesse wird Nadine Erdmann beispielsweise von Anfang bis Ende mit am Stand sein. Sie schreibt „Cyberworld“, „Die Lichtstein-Saga“ und in Kürze ihre neue Serie „Die Totenbändiger“. Madeleine Puljic wird vorbeischauen und ab dem nächsten Mal auch Kim Leopold. Andere können aus verschiedenen Gründen leider nicht am Stand sein, aber das variiert. Dadurch werden die Messen zu etwas Besonderen. (Es gibt auch ein paar Artikel auf meinem Blog zu den vergangenen Messen: www.blog-andreassuchanek.de)

 

Was ist Deiner Meinung nach das Besondere an Greenlight Press Büchern? Was müssen die Bücher mitbringen, um in Deinem Verlag erscheinen zu dürfen?
Wir entscheiden über Annahmen oder Ablehnungen immer im Team. Das Gesamtpaket muss einfach stimmen, das ist schwer in Worte zu fassen. Wenn ich ein Manuskript lese und es mich fesselt, beeindruckt, ich mit den Figuren leide und von den Wendungen überrascht bin, dann entscheide ich da sehr schnell. Dann kommen aber noch andere Entscheider hinzu.
Die Bücher der Greenlight Press sind – primär – Serien. Wer also gerne Netflix bingt, sollte zugreifen.

 

Doch zurück zu Deinen eigenen Werken: Als Du mit dem Schreiben von „Das Erbe der Macht“ begonnen hast, wusstest Du da schon, wie viele Bände dieser Serie erscheinen sollen oder ist das mehr ein Selbstläufer?
Eindeutig: ja. Ich plane die große Geschichte vorab, kann im Notfall aber natürlich kürzen. Meine erste Serie, Heliosphere 2265, hat gerade mit dem 50. Band das große Finale erhalten. Bei Ein MORDs-Team sind grundsätzlich erst einmal drei Fälle geplant, also 36 E-Books (aufgeteilt in drei Fälle zu je 12 Bänden). Und das Erbe der Macht …
… soll ebenfalls aus 50 E-Books bestehen. Jede Staffel hat 12 Folgen. Nach vier Staffeln kommt die große Finaltrilogie. Zwischen den einzelnen Staffeln gibt es mit „Die Chronik der Archivarin“ eine Spin-Off-Reihe. Sie erzählt eine abgeschlossene Geschichten über die Unsterblichen.
Bildrechte: Greenlight Press
Hast Du die Geschichte vom Anfang bis zum Ende durchgeplottet? Ist bei Dir klar strukturiert, was wann und wo geschehen wird?
Ich habe ein Serienexposé, das alle Meilensteine definiert. Dazu lege ich jede Staffel vorher im Detail fest, jede Folge erhält ein Szenenexposé und die Charaktere werden ebenfalls mit der gesamten Background-Story – und zukünftigen Twists – kreiert. Ich arbeite da sehr strukturiert, damit ich die Spannungspunkte und Wendungen früh vorbereiten kann. Ich liebe es, hier schon früh Andeutungen fallen zu lassen, die oft überlesen werden. Beim zweiten lesen allerdings bemerkt man, das alles vorbereitet war.

 

Wie ist „Das Erbe der Macht“ genau aufgebaut? Ist das Ende schon in Sicht? 
Die erste Staffel (Schattenchronik) endete mit E-Book 12 / Hardcover 4. Danach kam mit „Die Chronik der Archivarin: Der verschollene Mentiglobus“ der erste Spin-Off. In ihm wird die Vorgeschichte von Leonardo da Vinci und Johanna von Orleans erzählt. Danach startete die zweite Staffel (Schattenloge). Das Finale von Staffel 2 wird mit E-Book 24 / Hardcover 8 erreicht sein. Aber ein Ende ist damit noch lange nicht in Sicht. Zudem plane ich noch eine Überraschung, die mit einer der kostenlosen Bonusgeschichten eingeleitet wurde.
Bildrechte: Greenlight Press
Wie lange hast Du an Deiner Serie bis jetzt geschrieben?
Das Erbe der Macht startete 2016 und kürzlich war das dreijährige Jubiläum. Bis vor Kurzem habe ich parallel an meinen drei Reihen geschrieben, doch Heliosphere 2265 und Ein MORDs-Team haben aktuell Pause. Dafür schreibe ich parallel Projekte für andere Verlage, bsp. „Die 12 Häuser der Magie – Schicksalswächter“ für den Drachenmond Verlag oder ein Fantasy Projekt für Ueberreuter. Weitere Projekte sind aktuell in der Prüfung bei Verlagen. Mittlerweile schreibe ich im 9. Jahr.

 

Gerade ist Deine Reihe auch in einem wunderschön gestalteten Schuber erschienen. Für was würdest Du Dich persönlich entscheiden: Hardcover-Ausgabe oder Taschenbuch-Schuber und warum?
Das hängt ein bisschen von den Vorlieben ab. Die Hardcover machen sich wunderschön im Regal. Der Schuber hat einen verschönerten Satz und zwei Bonuspostkarten. Ich bin in der schönen Position, dass in meinem Regal alles steht. Der Schuber ist tatsächlich ein Projekt, das ich vor einem Jahr angefangen habe zu planen. Hier sind ganz viele Menschen beteiligt gewesen, denen ich zutiefst dankbar bin.
Bildrechte: Greenlight Press
Von Dir ist ja gerade auch ein neues Buch im Drachenmond Verlag erschienen? Wieso hast Du Dich dazu entschieden, mit dieser Geschichte „fremdzugehen“, also sie bei einem anderen Verlag zu veröffentlichen?
Vielfalt. Ich bin ein Fan von Vielfalt. In meinem eigenen Verlag habe ich jetzt drei Reihen aus meiner Feder veröffentlicht, doch ich wollte auch etwas anderes kennen lernen. Bisher bin ich davon begeistert. Die Verlegerin im Drachenmond Verlag ist ein Herz von einem Menschen, die hart arbeitet und ihren Traum lebt. Da sind wir Seelenverwandte. Beim Ueberreuter Verlag habe ich mich in das gesamte Team blitzverliebt. Herzliche, authentische Powerfrauen, mit denen ich die bisherige Zusammenarbeit liebe. Extern zu arbeiten bedeutet auch immer, neue Menschen kennen zu lernen, auf neue Arten zu arbeiten und gemeinsam Erfolge zu feiern. Das ist mir wichtig und macht ganz viel Spaß.

 

Du bist ja wirklich ganz schön fleißig, was können wir denn als nächstes von Dir erwarten?
Die 12 Häuser der Magie sind eine Trilogie, da geht es also noch weiter. Auch die Reihe bei Ueberreuter wird mehrere Teile haben (Band 1 ist fertig, Band 2 schreibe ich in Kürze). Dazu gibt es noch drei weitere Projekte, die bei unterschiedlichen Verlagen geprüft werden. Eines davon ist eine Lovestory, über die anderen verliere ich kein Wort. Zusätzlich wird es noch etwas ganz Besonderes zum Erbe der Macht geben, was in der Greenlight Press erscheint. Zudem schreibe ich nach der Buchmesse vier neue Drehbücher für Heliosphere 2265 (Hörspiel) das im Audiobereich von Maritim herausgegeben wird.

 

Worauf freust Du Dich (buchtechnisch) dieses Jahr noch am meisten?
Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende entgegen, aber tatsächlich steht noch einiges an. Da wäre zum Beispiel eine Rückmeldung, die mich Freudensprünge machen lassen wird, sollte sie positiv ausfallen. Der 21. Band vom Erbe der Macht wird nach der Messe erscheinen, dazu jetzt zur Buchmesse „Die 12 Häuser der Magie“. Das alles ist mit viel Arbeit verbunden, ist aber einfach immer eine wunderschöne Erfahrung.

 

Gibt es noch etwas, das Du Deinen Lesern und Fans noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich möchte mich vor allem anderen bedanken. Denn diese fantastische Reise wäre ohne eure Unterstützung niemals möglich. Was ich an tollen Rückmeldungen von euch bekomme, bestärkt mich jedes Mal aufs Neue in meinem Tun. Danke dafür. Und ich freue mich schon darauf, ganz viele von euch auf der Frankfurter Buchmesse zu treffen.

 

Vielen Dank für Deine Zeit!
Ich danke dir.

 

Und wenn ihr jetzt für Andreas Suchanek abstimmen wollt, schaut hier vorbei: https://eveeno.com/dpp2019-shortlist
 Bildrechte: Andreas Suchanek

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehr Informationen zur Greenlight Press findet ihr hier: https://www.greenlight-press.de/
und mehr Informationen zu Andreas Suchanek und seinen Bücher gibt es hier: https://www.andreassuchanek.de/
oder hier: https://www.facebook.com/gesuchanekt/

Autorenfoto: Andreas Suchanek

Bild: pixabay

Coverrechte: Greenlight Press

DPP Logo: DPP

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.